Jährliche Arzneimittelausgaben seit 1991 fast verdoppelt
Die Aufwendungen für Arznei- und Hilfsmittel gehören zu den größten Ausgabenposten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Ausgaben haben sich hier jahrweise fast immer erhöht. Gesetzesreformen konnten diese regelhafte Entwicklung nur vorübergehend so in den Jahren 1997 und 2004 unterbrechen. Die Belastung der GKV für Arznei- und Hilfsmittel aus Apotheken hat sich seit der deutschen Wiedervereinigung nahezu verdoppelt. Die entsprechenden Aufwendungen erreichten im Jahr 2010 eine Summe von 28,9 Milliarden Euro. Die in der Grafik wiedergegebenen Zahlen der Apothekerorganisation ABDA enthalten neben den Arzneimittelausgaben auch die Ausgaben für Impfstoffe und Hilfsmittel, nicht jedoch die Umsätze von sonstigen Leistungserbringern. Die dargestellten Nettoausgaben sind definiert als Gesamtausgaben inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer abzüglich der von den Versicherten geleisteten Zuzahlungen sowie den gesetzlichen Abschlägen. Die durch Rabattverträge nach §130a VIII SGB V erzielten Einsparungen der GKV sind zunächst nur den Krankenkassen und den Herstellern bekannt und hier nicht abgebildet. Zu beachten ist, dass die Monatswerte für 2009 und 2010 mit dem Apothekenabschlag von 1,75 Euro bestimmt wurden. Für 2011 gilt ein Apothekenabschlag von 2,05 Euro.

