Politik

Frage der Woche zum KV-SafeNet*

Was verbirgt sich hinter dieser Online-Initiative?

Wie nimmt man am KV-SafeNet* teil?

Welche Vorteile bietet das KV-SafeNet* für Ärzte und Patienten?

 

Darauf antwortet per Video-Podcast Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV.

Länge: 3:12 min

 

 

 

Was verbirgt sich hinter dieser Online-Initiative?

Wir brauchen eine elektronische Kommunikationsplattform zwischen den Praxen. Wir brauchen eine Vernetzung zwischen den Praxen, der ärztlichen Praxen mit den Psychotherapeuten, aber auch mit den medizinischen Instituten und den Krankenhäusern. Über das Internet ist das nicht möglich, weil das den Sicherheitsstandard nicht erfüllen würde. Deshalb brauchen wir ein Netzwerk, das abgetrennt vom Internet arbeitet. Genau das ist KV-SafeNet*: ein sicheres Netzwerk abseits des Internets.

Wie nimmt man am KV-SafeNet* teil?

Ins KV-SafeNet* kommen Sie ausschließlich über einen zertifizierten Provider. Bei diesem stellen Sie den Antrag, der ihn an Ihre Kassnärztliche Vereinigung (KV) weiterleitet. Die meisten KVen fördern diesen Anschluss. Praxen können eine finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie sich an das KV-SafeNet* anschließen. Der Provider - die Liste der Provider können Sie über die KVen und über die KBV-Website abrufen - installiert Ihnen dann das KV-SafeNet* in der Praxis. Er sorgt dafür, dass die Wartung regelmäßig erfolgt und somit der Sicherheitsstandard gewährleistet ist. Im Normalfall sollte keine neue Hardware notwendig sein. Der Standard in der Praxis sollte dafür ausreichend sein. Es entstehen monatliche Kosten in Höhe von 20 Euro. Einige Provider verlangen auch eine Grundinstallationsgebühr. Die meisten KVen stellen über Förderprogramme den Praxen genau dieses Geld zur Verfügung, so dass auf die Praxen selbst fast keine Kosten zukommen.

Welche Vorteile bietet das KV-SafeNet* für Ärzte und Patienten?

Der große Vorteil im Praxisalltag liegt natürlich darin, dass zum Beispiel Disease-Management-Programme (DMP) elektronisch übermittelt werden können. Die KBV bietet einen E-Mail-Dienst an, der die Praxen auch über KV-Grenzen hinweg miteinander vernetzt. Weitere Vorteile liegen auch in Regelungen der gesetzlichen Unfallversicherung, in der elektronischen Dokumentation der Koloskopie bis hin zur elektronischen Abrechnung, die ab Januar 2011 für die Praxen verpflichtend wird.

Der Patient kann sicher sein, dass seine Befunde bei den mitbehandelnden Ärzten vorliegen. Er hat den Vorteil, dass ihm zum Beispiel aktuelle Patienteninformationen tagesaktuell ausgehändigt werden. Es ist möglich, ihn über ein Recall-System an Termine zu erinnern. Er selbst könnte sich auch an einen E-Mail-Dienst anbinden lassen, die Praxis ihm also mitteilen kann: "Am 1. Juni ist eine Nachuntersuchung fällig. Bitte setzen Sie sich mit unserer Praxis in Verbindung." Patientenführung und -sicherheit ist mit dem KV-SafeNet* sehr viel besser und sicherer in der Praxis zu gestalten.

 

* Bitte beachten Sie, dass KV-SafeNet nicht mit der Firma SafeNet, Inc., USA, in firmenmäßiger oder vertraglicher Verbindung steht. 
Letzte Änderung 08.03.2010
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