Diagnosen psychischer Krankheiten sind häufig
Affektive Störungen treten zumeist als Depressionen auf. Die Diagnose Depression mit mindestens einer Verordnung eines Arzneimittels ist nach IMS Health etwa ebenso häufig wie die Diagnose einer koronaren Herzkrankheit. Wie viele andere Krankheiten muss eine Depression nicht in jedem Fall medikamentös behandelt werden. Eine andere psychische Erkrankung, die Schizophrenie, führt fast viermal seltener zu der Verordnung eines Arzneimittels, entsprechend niedriger ist hier der Anteil der Diagnosefälle. Obwohl die Verordnungszahlen bei beiden Diagnosegruppen stagnieren beziehungsweise geringer werden, haben sich die Arzneimittelkosten infolge der zunehmenden Verwendung neuer patentgeschützter Medikamente bei psychiatrischen Erkrankungen erheblich erhöht.

