Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Videos

Hautkrebsscreening: Die meisten Flecken sind harmlos

Die Strandmode ist seit jenen Tagen noch knapper geworden. Auch „Mann“ zeigt heutzutage mehr Haut – und setzt diese den Sonnenstrahlen aus. Und die sind in den vergangenen Jahren aggressiver geworden. Deshalb empfehlen die Hautärzte die Hautkrebs-Früherkennung.
O-Ton Dr. Klaus Strömer, Präsident des Berufsverbands Deutscher Dermatologen: "Weil der Hautkrebs der Krebs ist, der in den letzten Jahren besonders stark zugenommen hat: Wir haben mehrere hunderttausend Fälle und bei keiner anderen Krebsart kann man so gut heilen, wenn man den Patienten frühzeitig sieht, hier ist also ganz entscheidend die Vorsorge."
Die gibt es alle zwei Jahre auf Kosten Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung – wenn Sie mindestens 35 Jahre alt sind. Einzelne Krankenkassen bezahlen auch schon für jüngere Versicherte den vorsorglichen Gang zum Arzt.
O-Ton Dr. Klaus Strömer, Hautarzt: "Nicht zu jedem Arzt, sondern einmal werden die Hausärzte mit der Aufgabe Prävention, Vorbeugung grundsätzlich betraut in unserem Gesundheitswesen, sodass Sie also jeden Hausarzt, der eine entsprechende Schulung hat – das sind aber schon sehr viele, da fragen Sie kurz bei Ihrem Hausarzt nach, den kann man aufsuchen und der ist dann auch entsprechend geschult, eine solche Untersuchung durchführen zu können – oder bei jedem Hautarzt, die natürlich den ganzen Tag nichts anderes tun als „Hautkucken“, sage ich immer, das darf ich als Hautarzt sagen, etwas despektierlich, aber die sind natürlich die Experten dann dafür."
Denn: Die meisten Flecken sind harmlos. Die Guten von den Bösen zu unterscheiden – das ist die Aufgabe des Arztes beim Hautkrebs-Screening.
O-Ton Dr. Klaus Strömer, Hautarzt und Präsident des Berufsverbands Deutscher Dermatologen: "Er schaut sich entweder im Liegen oder im Stehen – das macht der eine so, der andere so – schaut sich alles an auf der Haut und das wär´s eigentlich auch schon, es tut also nichts weh, man muss keine großen Vorbereitungen dafür haben und das Ganze dauert insgesamt so zehn Minuten, dazu gibt es dann noch Informationen zum Sonnenschutz und zum Verhalten in der Sonne, wie kann ich dem Hautkrebs vorbeugen, das alles gehört dazu."
Das ist eigentlich ganz einfach – für Groß und Klein:
- Sonnenschutzcreme verwenden…
- …und trotzdem nicht länger sonnen, als es der Hauttyp verkraftet.
- Mittagssonne meiden,
- Schatten bevorzugen,
- mit Kleidung schützen – auch die Kopfhaut.
O-Ton Dr. Klaus Strömer, Hautarzt und Präsident des Berufsverbands Deutscher Dermatologen: "Das sind die wesentlichen Dinge, die man da in der Vorbeugung beachten soll, und natürlich bei jeder Veränderung, die Sie selber sehen als Patient, sollten Sie auch zwischenzeitlich, also unabhängig von dem Hautkrebs-Screening, was Sie ja machen können alle zwei Jahre, auch zum Hautarzt gehen, damit er das beurteilt."
Stecken Sie also Ihren Kopf nicht in den Sand. Gehen Sie auf Nummer sicher. Denn daran hat sich auch seit damals nichts geändert: Nicht nur im Tierreich sind die meisten Flecken harmlos.

Sommer, Sonne, Strand: Schön, aber nicht ungefährlich für unsere Haut - denn darüber freut sich auch der Hautkrebs. Um den rechtzeitig zu entdecken, gibt es in Deutschland einen ganz besonderen Service: das Hautkrebsscreening. Gesetzlich Versicherte ab 35 können diese Früherkennungsuntersuchung jedes zweite Jahr kostenfrei nutzen.

Weitere Videos zum Thema

Weitere Informationen zum Thema