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Honorar

Die Weiterentwicklung des EBM

Der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) wird überarbeitet. Die Weiterentwicklung soll bis Ende März 2017 beendet sein. Ein wesentliches Ziel ist es, die haus- und fachärztliche Grundversorgung zu stärken. Hintergrund ist der zunehmende Ärztemangel. Dabei fehlen vor allem Haus- und Fachärzte, die sich wohnortnah um die Basisversorgung der immer älter werdenden Bevölkerung kümmern.       

Neuerungen ab 2015

Der Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistenten in Hausarztpraxen wird ab Januar 2015 bundesweit gefördert. Außerdem erhalten Fachärzte einen Zuschlag zur PFG. Darauf haben sich KBV und GKV-Spitzenverband bei den Honorarverhandlungen für 2015 verständigt. Anfang November 2014 wurden die Details beschlossen.

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Eine Hausarzt-Praxis kann demnach eine finanzielle Förderung von bis zu 1.320 Euro im Quartal für einen nichtärztlichen Praxisassistenten erhalten, wenn die Praxis im Schnitt mindestens 860 Fälle pro Hausarzt im Quartal hat oder mindestens 160 über 75-jährige Patienten pro Hausarzt im Quartal behandelt.

Zusätzlich werden die Hausbesuche vergütet, die der Praxisassistent in Abstimmung mit dem Arzt durchführt. Bei den Fachärzten steigt die Vergütung der Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung (PFG) durch den neuen Zuschlag um etwa 27 Prozent.

Zur Finanzierung der neuen Leistungen stehen im nächsten Jahr 264 Millionen Euro zusätzlich bereit. Dies hatte die KBV in den Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen für das Jahr 2015 durchgesetzt. Ziel ist es, die haus- und fachärztliche Grundversorgung zu stärken.

Das Geld fließt zu gleichen Teilen in die haus- und in die fachärztliche Versorgung. Für den auf die pädiatrische Versorgung entfallenden Anteil wollen KBV und Krankenkassen in Kürze geeignete Maßnahmen beschließen.

Die erste Stufe der EBM-Reform erfolgte zum 1. Oktober 2013: So ist die Versichertenpauschale der Hausärzte und Kinder- und Jugendärzte seitdem stärker nach dem Alter differenziert, das ausführliche Gespräch wird separat vergütet. Fachärzte erhalten eine extra Pauschale, wenn sie einen Patienten im Rahmen der Grundversorgung betreuen. Außerdem wurden der Orientierungswert und der kalkulatorische Punktwert auf 10 Cent angehoben.