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eGK: Einigung zwischen Ärzten und Kassen liegt vor

Einigung über die elektronische Gesundheitskarte

Worin liegt das Problem?

Das Problem ist dabei, dass letztlich die alte Krankenversicherungskarte (KVK) zum Teil Gül-tigkeitsdauern hat, die bis weit in die Jahr ’20/’22 reichen. So dass Patienten eigentlich davon ausgehen können, dass ihre Krankenversicherungskarte weiterhin gilt. Außerdem ist der Roll-Out dieser elektronischen Gesundheitskarte (eGK) auch noch nicht vollständig. Die Zahlen dazu sind ein bisschen schwammig. So richtig wissen es die Kassen wohl auch nicht. Wir gehen davon aus, dass zwischen 91/93% der Versicherten über neue eGKs verfügen, eben ein gewisser Prozentsatz aber noch nicht.

Warum nicht beide Karten parallel?

Grundsätzlich ginge das. Technisch ist das sicherlich das kleinste Problem. Dann will man natürlich politisch auch unterstützt die eGK vollständig ausrollen und will die alten Kranken-versicherungskarten idealerweise einziehen oder für ungültig erklären. Wie gesagt: das ist nicht ganz so einfach.

Wie sieht die neue Regelung aus?

Wir werden die Gültigkeit der KVK eben nicht auf den 30.09.2014 begrenzen, sondern werden das vierte Quartal 2014 mit den alten KVKs abrechnungsfähig machen. Das entbindet glaube ich aus meiner Sicht die Kolleginnen und Kollegen davon, mühselig nachzuforschen, gibt’s schon eine eGK oder muss ich ein Ersatzverfahren einleiten. Das heißt bis 31.12.2014 gelten die alten KVKs noch, parallel werden wir aber in Kooperation mit der GKV die Patienten informieren, dass es wirklich zum 01.01.2015 unabdingbar ist eine neue eGK zu haben, weil eine weitere Behandlung auf Chipkarten dann sonst nicht mehr möglich ist.

Was bedeutet das konkret für die Patienten?

Also ganz rigide formuliert sind die für uns als Versicherte nicht erkennbar von daher muss dann ein Ersatzverfahren gewählt werden, wenn das möglich ist oder die Patienten kriegen eine Privatrechnung.

Zusammengefasst heißt das für die Praxen…?

Für die heißt das zunächst mal, dass sie im viertel Quartal 2014 die Versicherten, die noch keine eGK haben, ganz normal mit der noch vorhandenen – die sollte dann allerdings gültig sein – KVK abrechnen können.

Fast alle Versicherte haben sie, aber eben nur fast alle. Was passiert mit dem Rest? Eine Frage, die in den Praxen der Niedergelassenen durchaus für Probleme sorgt. KBV und GKV-Spitzenverband haben sich nun auf ein Verfahren dazu geeinigt.

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