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Honorarverhandlungen auf Bundesebene abgeschlossen

Wie lautet das Ergebnis der Verhandlungen?

O-Ton Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Die Einigung sieht so aus, dass wir in der Gesamtheit des Honorars eine Steigerung von einer runden Milliarde vereinbaren konnten. Das sah lange Zeit überhaupt nicht so aus. Die Krankenkassen sind ja zunächst tatsächlich mit einer Absenkungsforderung in die Diskussion getreten, was uns natürlich doch an der Stelle, muss ich zugeben, auch verärgert hat. Insofern ist es sicherlich ein Erfolg der Selbstverwaltung, dass wir nach langen, jetzt wochenlangen Diskussionen doch eine Lösung gefunden haben, die jetzt aus unserer Sicht nicht Anlass zum Jubeln gibt, die aber zumindest zeigt, dass es unstrittig ist, dass wir einen Nachfinanzierungsbedarf in der gesetzlichen Krankenversicherung für die dort tätigen Vertragsärzte und -psychotherapeuten haben. Und insofern muss man sagen, sind wir dann froh da noch eine Lösung gefunden zu haben, die ohne das Anrufen des erweiterten Bewertungsausschusses möglich war.“

Gibt es auch eine Einigung zum Medikationsplan?

O-Ton Dipl.-Med. Regina Feldmann, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KBV:
„Ja, wie haben heute eine Einigung erzielt. Nach vielen Verhandlungsrunden und einigen Spitzengesprächen konnten wir uns mit dem GKV-Spitzenverband auf ein zusätzliches Honorarvolumen von 163 Millionen Euro im Bereich der extrabudgetären Vergütung einigen. Es wird unterschiedlich verteilt auf Haus- und Fachärzte. Im hausärztlichen Bereich wird es eine Einzelleistung geben und für die Patienten, die schon chronisch krank sind, einen Zuschlag zur Chronikerpauschale. Und im fachärztlichen Bereich wird es auch diese Einzelleistung geben, für einzelne, ausgewählte Arztgruppen. Und für die übrigen Fachärzte einen Zuschlag zur Grundpauschale. Ich denke, das ist ein guter Einstieg. Wir werden die ganze Problematik nochmal neu bei der Diskussion um die Einführung und Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit führen müssen. Denn die Bewertung der Einzelleistungen ist jetzt noch nicht in dem Bereich, wie wir sie gerne hätten. Dann müssen wir noch mal neu diskutieren.“

KBV und GKV-SV haben eine Einigung erzielt und somit die Grundlage für die Verhandlungen auf Landesebene gelegt.
Orientierungswert, morbiditätsorientierte Gesamtvergütung, extrabudgetäre Leistungen und das Budget für das Erstellen der ab Oktober verpflichtenden Medikationspläne - all diese Themen standen auf den Tagesordnungen der Verhandlungstage. Nun besteht Einigkeit zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV). Ihre ersten Einschätzungen zu den Verhandlungsergebnissen geben der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen und seine Stellvertreterin Dipl.-Med. Regina Feldmann.

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