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Honorarverhandlungen 2018: Entscheidung gegen Stimmen der KBV

KBV aktuell Honorarverhandlungen 2017

Wie lautet das Ergebnis der Verhandlungen?
Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
"Die Verhandlungen sind insgesamt für uns nicht erfreulich gelaufen, wir haben ja seit Wochen Verhandlungen mit der GKV geführt, die nicht zu einer Einigung führten; haben dann im letzten Bewertungsausschuss unsere doch stark unterschiedlichen Beschlussanträge vorgebracht. Die GKV hat ja eine Nullrunde vorgeschlagen, aus meiner Sicht ein völlig absurdes Vorgehen und wir haben auch in der heutigen Sitzung des Bewertungsausschusses keine Einigung finden können, trotz auch stattgefundener Spitzengespräche, sodass es dann letztlich in den Erweiterten Bewertungsausschuss gegangen ist und dann ist gegen die Stimmen der KBV ein Beschluss ergangen, der eine Steigerung des Orientierungswertes von 1,18 Prozent vorsieht."


Wie hat der GKV-SV argumentiert?
Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
"Ja, die Kassen gehen immer von vermeintlichen Wirtschaftlichkeitsreserven aus, die sie in ungeahnter Höhe vermuten, dafür gibt es aber aus unserer Sicht überhaupt keinen Beleg. Wir stellen einfach fest, dass bei einer insgesamt hervorragenden Kassenlage der gesetzlichen Krankenversicherungen, einer deutlichen Steigerung im Bereich der Löhne und Gehälter die Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten bei derartigen Entwicklungen des Orientierungswertes sukzessive abgehängt werden, sodass wir hier perspektivisch eine Versorgungsgefährdung sehen."

Gab es weitere Beschlüsse?
Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV:
"Es gab eine Vielzahl von Beschlüssen, die zum Teil auch sehr technisch sind, aber entscheidend ist natürlich für die Kolleginnen und Kollegen, inwieweit sich der Orientierungswert im nächsten Jahr steigert, und das ist mit 1,18 sicherlich unzulänglich. Wir hätten eine höhere Steigerung für sinnvoll und notwendig erachtet, sodass wir weiterhin Probleme mit Investitionsstau und einer Vergütungssituation haben, die unzufrieden stellend ist."

Wie viel Geld stellen die Kassen für die ambulante medizinische Versorgung 2018 zur Verfügung? Darüber hat die KBV mit den Krankenkassen verhandelt. Der wichtigste Punkt auf der Agenda war dabei die Anpassung des Orientierungswerts. Wie in jedem Jahr gingen die Meinungen zwischen den Verhandlungspartnern hier weit auseinander. Der Erweiterte Bewertungsausschuss musste entscheiden. Was dabei herausgekommen ist, erläutert KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen.