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Stand 17.09.2014

Veranstaltungen

1. Nationales Schmerzforum

17. September 2014 in Berlin

Erstmalig hat am 17. September 2014 das Nationale Schmerzforum stattgefunden. Rund 60 hochrangige Vertreter aus Verbänden und Institutionen des deutschen Gesundheitswesens nahmen an den Diskussionsrunden teil. Eingeladen hatte die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. Der Präsident der Schmerzgesellschaft, Prof. Thomas Tölle, betonte bei der Eröffnung, dass dieses nun jährlich stattfindende Treffen genutzt werden soll, um die Entwicklung der Schmerztherapie und die wichtigsten Ansätze bei Schmerzbehandlungen zu diskutieren.

In der ersten Diskussionsrunde zum Thema „Strukturen der Versorgung, Koordination, Vertragslandschaft“ erläuterte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV: „Schmerz ist ein Symptom. Das Wichtigste dabei ist vor allem die Ursache zu finden und diese abzustellen. Dauerhafte Schmerztherapien sollten die Ausnahme bleiben.“ Man müsse vor allem bei den orthopädischen und rheumatischen Krankheitsbildern kausal rangehen.

Tölle widersprach Gassen und erklärte: „Wir wissen, dass selbst wenn ein kausaler Ansatz versucht wird, häufig trotzdem der Erfolg für den Patienten in der weiteren Behandlung nicht erreicht wird.“ Noch mehr Operationen seien keine Lösung. Tölle betonte, dass das Erkennen und Steuern bei einer Schmerztherapie im Fokus stünden.

Gassen erklärte, dass der kausale Ansatz nicht im Widerspruch zur Schmerztherapie stünde. „Es gibt Schmerzen, wo wir die Ursache nicht fassen können und für diese brauchen wir Schmerztherapien.“ Gassen warnte jedoch davor, nicht nur über Schmerzbehandlung und -therapie zu sprechen, wenn nicht zuvor die Ursache für Schmerzen geklärt sei.

Weitere Themenfelder auf dem Schmerzforum in Berlin waren

  • Transparenz, Qualität und Qualitätssicherung
  • Gesundheitspolitischer Rahmen in Bund, Ländern und Kommunen
  • Versorgungsforschung, spezifische Versorgungsprobleme
  • Wissenschaft, Aus-, Fort- und Weiterbildung

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