Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Förderung von Praxisassistenten und PFG-Zuschlag ab 2015

06.11.2014 - Der Einsatz von nichtärztlichen Praxisassistenten in Hausarztpraxen wird ab Januar 2015 bundesweit gefördert. Außerdem erhalten Fachärzte einen Zuschlag zur PFG. Auf die Details der neuen Vergütungsregelungen haben sich KBV und GKV-Spitzenverband jetzt geeinigt.

Eine Hausarzt-Praxis kann demnach eine finanzielle Förderung von bis zu 1.320 Euro im Quartal für einen nichtärztlichen Praxisassistenten erhalten, wenn die Praxis im Schnitt mindestens 860 Fälle pro Hausarzt im Quartal hat oder mindestens 160 über 75-jährige Patienten pro Hausarzt im Quartal behandelt. Zusätzlich werden die Hausbesuche vergütet, die der Praxisassistent in Abstimmung mit dem Arzt durchführt. Bei den Fachärzten steigt die Vergütung der Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung (PFG) durch den neuen Zuschlag um etwa 27 Prozent.

Zur Finanzierung der neuen Leistungen stehen im nächsten Jahr 264 Millionen Euro zusätzlich bereit. Dies hatte die KBV im Sommer in den Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen für das Jahr 2015 durchgesetzt. Ziel ist es, die haus- und fachärztliche Grundversorgung zu stärken. Das Geld fließt zu gleichen Teilen in die haus- und in die fachärztliche Versorgung. Für den auf die pädiatrische Versorgung entfallenden Anteil wollen KBV und Krankenkassen in Kürze geeignete Maßnahmen beschließen.

Fachärzte: Fester Zuschlag zur PFG für Fachärzte

Konkret sehen die Beschlüsse vor, dass Fachärzte ab Januar 2015 je PFG einen festen Zuschlag erhalten. Die Höhe des Zuschlags liegt einheitlich bei 26,7 Prozent der jeweiligen PFG. So bekommen HNO-Ärzte einen Zuschlag von 0,72 Cent, ihre PFG ist mit 2,77 Euro bewertet. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär und damit stets in voller Höhe. Der Zuschlag wird automatisch bei der Abrechnung für jeden PFG-Fall durch die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung zugesetzt.

Ferner wurde vereinbart, dass ab 2015 auch Schwerpunktinternisten eine PFG erhalten. Sie ist in Behandlungsfällen berechnungsfähig, in denen ausschließlich die jeweilige Grundpauschale und/oder der Laborwirtschaftlichkeitsbonus (GOP 32011) abgerechnet werden. Darüber hinaus wurden die PFG einiger Fachgruppen angepasst.

Zusätzliches Geld für Praxisassistent in Hausarztpraxen

Nach der neuen Regelung können ab Januar Hausärzte auch in nicht unterversorgten Gebieten einen Praxisassistenten beschäftigen, der sie bei der Behandlung ihrer Patienten unterstützt und zum Beispiel Hausbesuche übernimmt. Dazu werden drei neue Gebührenordnungspositionen in den EBM (GOP 03060, 03062, 03063) aufgenommen.

Hausärzte erhalten für die Anstellung eines Praxisassistenten einen Zuschlag zur Strukturpauschale (GOP 03040) in Höhe von 2,20 Euro (22 Punkte, neue GOP 03060). Der Zuschlag wird für maximal 600 Behandlungsfälle je Praxis und Quartal gezahlt. Damit sollen vor allem Kosten für Ausbildung und Ausstattung des Mitarbeiters, zum Beispiel mit einem Mobiltelefon oder Auto, gedeckt werden. Für jeden Hausbesuch einschließlich Wegegeld gibt es 17,05 Euro (166 Punkte, neue GOP 03062), der Mitbesuch ist mit 12,50 Euro (122 Punkte, neue GOP 03063) bewertet.

Praxisassistenten sollen vor allem in Hausarztpraxen zum Einsatz kommen, die viele Patienten betreuen und Unterstützung benötigen. Eine Abrechnungsgenehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung erhalten deshalb Praxen, die in den letzten vier Quartalen im Durchschnitt mindestens 860 Fälle je vollzeittätigem Hausarzt im Quartal haben oder mindestens 160 Patienten je vollzeittätigem Hausarzt im Quartal behandeln, die älter als 75 Jahre alt sind. Arbeiten mehrere Hausärzte in einer Praxis, erhöhen sich die Fallzahlen um 640 beziehungsweise 120 Fälle je Arzt.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Praxisassistent für 20 Stunden und mehr in der Woche in der Praxis angestellt ist.

Übergangsregelung: Zuschlag ab Beginn der Ausbildung

Da in vielen Hausarztpraxen Mitarbeiter für diese neuen Aufgaben erst noch ausgebildet werden müssen, haben KBV und Krankenkassen eine Übergangsregelung vereinbart. Danach können Ärzte die neuen Leistungen bereits ab Beginn der Ausbildung des Mitarbeiters zum nichtärztlichen Praxisassistenten abrechnen. Die Ausbildung muss bis 30. Juni 2016 abgeschlossen sein.

KBV-Vorstand will Grundversorgung weiter stärken

„Die neuen haus- und fachärztlichen Leistungen werden extrabudgetär bezahlt“, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Damit sei ein Einstieg in feste Preise gelungen. Er kündigte an, die Grundversorgung weiter stärken zu wollen. Mit dem Aufbau arztentlastender Strukturen sei ein wichtiger Schritt getan, sagte KBV-Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann. Hausärzte erhielten dadurch Unterstützung und hätten letztlich mehr Zeit für ihre Patienten. Bislang wurde der Einsatz nichtärztlicher Praxisassistenten wie VerAH, EVA und Mopra nur in unterversorgten und in von Unterversorgung bedrohten Gebieten gefördert.

In der folgenden Übersicht stellen wir Ihnen die Änderungen für Fachärzte und Hausärzte im Detail vor. Eine Tabelle zur angepassten PFG und zum neuen Zuschlag finden Sie hier.

Übersicht der Änderungen für Fachärzte

PFG: Zuschlag und Neuerungen ab 2015

  • Fachärzte erhalten ab Januar 2015 zu jeder PFG einen festen Zuschlag. Die Höhe des Zuschlags liegt einheitlich bei 26,7 Prozent der jeweiligen PFG (Tabelle zur PFG). Der Zuschlag wird von der KV automatisch zugesetzt.
  • Schwerpunktinternisten erhalten ab 2015 ebenfalls eine PFG und zwar in Behandlungsfällen, in denen ausschließlich die jeweilige Grundpauschale und/oder der Laborwirtschaftlichkeitsbonus (GOP 32001) abgerechnet werden. Die PFG ist mit 41 Punkten bewertet, der extrabudgetäre Zuschlag mit 11 Punkten.
  • Die PFG für Gynäkologen wird um 6 Punkte auf 24 Punkte abgesenkt; das PFG-Honorarvolumen der Fachgruppe bleibt gleich. Dafür erhalten die Ärzte die Pauschale künftig auch dann, wenn sie die Laborgrundpauschale Prävention (GOP 01701) abrechnen (aber nicht neben den GOPen 01783, 01792, 01816, 01833 und 01840). Hintergrund für die Anpassung ist, dass die PFG-relevanten Fälle der Gynäkologen deutlich häufiger abgerechnet wurden als erwartet, da die GOP 01701 häufig nicht angesetzt wurde.
  • Die bisherige Pauschale für die psychiatrische und nervenheilkundliche Grundversorgung wird aufgeteilt in eine Pauschale für Psychiatrie (GOP 21218, neue Bewertung: 44 Punkte) und in eine Pauschale für Nervenheilkunde (neue GOP 21225, Bewertung: 39 Punkte).

Übersicht der Änderungen für Hausärzte

EBM-Leistungen für nichtärztliche Praxisassistenten ab 2015

GOP Bewertung entspricht
Zuschlag
zur Strukturpauschale (GOP 03040)
03060 22 Punkte ca. 2,25 Euro
Hausbesuch des Assistenten
einschließlich Wegekosten
03062 166 Punkte ca. 17,05 Euro
Mitbesuch des Assistenten
einschließlich Wegekosten
03063 122 Punkte ca. 12,50 Euro

Erläuterungen

  • Jeder Haus- und Mitbesuch wird zu einem festen Preis extrabudgetär vergütet. Es gibt keine Mengenbegrenzung.
  • Mit dem Zuschlag zur Strukturpauschale (GOP 03060) sollen vor allem Ausgaben für Weiterbildung, höhere Personalkosten und zusätzliche Praxisausstattung wie Mobiltelefon oder PKW für Hausbesuche finanziert werden.
  • Der Zuschlag zur Strukturpauschale wird je Behandlungsfall gezahlt – maximal bis zu einem Wert von 12.851 Punkten (1.320 Euro) im Quartal, aber:
    • Ausgenommen von der Fallzählung sind Fälle im organisierten Bereitschaftsdienst, Überweisungsfälle ohne Patienten-Kontakt und stationäre (belegärztliche) Fälle.
    • Die Anzahl der Zuschläge verringert sich um die Zahl der Behandlungsfälle aus Selektivverträgen ohne Beteiligung der KV (HzV-Verträge nach Paragraf 73b SGB V) und/oder aus Verträgen zur knappschaftsärztlichen Versorgung. Beispiel: Eine Praxis mit 200 Selektivvertragsfällen erhält statt für 600 Fälle nur für 400 Fälle einen Zuschlag von je 2,20 Euro. Der Grund ist, dass in diesen Verträgen häufig bereits eine Vergütung des Praxisassistenten vorgesehen ist.
  • Neben den GOP 03062 und 03063 können noch Leistungen des Abschnitts 32.2 sowie die GOP 31600 abgerechnet werden.
  • Mit der Aufnahme der neuen GOP 03062 und 03063 entfallen die Kostenpauschalen 40870 und 40872. Diese Kostenpauschalen waren nur für Hausbesuche von Praxisassistenten in unterversorgten Regionen vorgesehen.

Nichtärztlicher Praxisassistent: Aufgaben und Qualifizierung

Ein nichtärztlicher Praxisassistent unterstützt den Hausarzt bei der Betreuung der Patienten. Der Arzt überwacht die Tätigkeit des Assistenten und ist jederzeit für ihn erreichbar. Nach einem Hausbesuch informiert der Assistent den Arzt spätestens am nächsten Werktag über die erhobenen Befunde und durchgeführten Maßnahmen.

Medizinische Fachangestellte (MFA), die diese Aufgabe übernehmen wollen, benötigen eine entsprechende Fortbildung. Sowohl die Bundesärztekammer als auch der Deutsche Hausärzteverband haben entsprechende Fortbildungscurricula für MFA und Angehörige anderer Gesundheitsberufe entwickelt.

Näheres dazu regelt die Delegations-Vereinbarung von KBV und GKV-Spitzenverband (Anlage 8 des Bundesmantelvertrages-Ärzte), die zum 1. Januar 2015 entsprechend angepasst wird.

Zusatzqualifikation der nichtärztlichen Praxisassistenten (§ 7 Anlage 8 BMV-Ä "Delegations-Vereinbarung")

(1) Die Zusatzqualifikation dient dem Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten, die den nicht-ärztlichen Praxisassistenten aufbauend auf der jeweiligen Primärqualifikation befähigen müssen, Hilfeleistungen in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen in Abwesenheit des anordnenden Arztes zu erbringen.

Die für den Erwerb der Zusatzqualifikation nachzuweisenden Fortbildungsmaßnahmen müssen eine theoretische Fortbildung zu den Themen Berufsbild, medizinische Kompetenz und Kommunikation/Dokumentation, eine praktische Fortbildung in Form von Hausbesuchen und eine Fortbildung in Notfallmanagement umfassen.

Der Umfang der für die Zusatzqualifikation nachzuweisenden Stunden richtet sich nach der Dauer der bisherigen Berufstätigkeit des nicht-ärztlichen Praxisassistenten.

(2) Die theoretische und die praktische Fortbildung sowie die Fortbildung in Notfallmanagement gelten als nachgewiesen, wenn der nicht-ärztliche Praxisassistent abhängig von der Dauer seiner bisherigen Berufstätigkeit nach dem qualifizierten Berufsabschluss Fortbildungsmaßnahmen in folgendem zeitlichen Umfang nachweisen kann:

Dauer der
Berufstätigkeit
Theoretische Fortbildung (Stunden) Praktische Fortbildung (Stunden) Notfallmanagement
Erweiterte Notfallkompetenz (Stunden)
weniger als 5 Jahre 200 50 20
weniger als 10 Jahre 170 30 20
mehr als 10 Jahre 150 20 20

(3) Die theoretische Fortbildung kann insbesondere durch Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen nach den Fortbildungscurricula der Bundesärztekammer nachgewiesen werden. Sie muss folgende Inhalte umfassen:

a) Die Fortbildung „Berufsbild“ (mindestens 15 Stunden) hat das Ziel, das Berufsbild des nicht-ärztlichen Praxisassistenten im Kontext des deutschen Gesundheitssystems darzustellen.

Sie soll insbesondere folgende Inhalte umfassen:

  • rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen für die Tätigkeit des nicht-ärztlichen Praxisassistenten,
  • demographische Entwicklung in Deutschland und deren Einfluss auf die Epidemiologie relevanter Erkrankungen sowie deren Auswirkungen auf die ärztliche Versorgung,
  • Verfahrensabläufe und Instrumente im professionellen Handeln des nicht-ärztlichen Praxisassistenten.

b) Die Fortbildung „medizinische Kompetenz“ (mindestens 110 Stunden) dient, aufbauend auf den Grundkenntnissen des nicht-ärztlichen Praxisassistenten aus Ausbildung und bisheriger Berufstätigkeit, dem Erwerb von erweiterten und vertieften medizinischen Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in Bezug auf häufig auftretende Krankheitsbilder und Krankheitsverläufe aus dem hausärztlichen Behandlungsspektrum, insbesondere in Bezug auf

  • nichtinfektiöse, infektiöse, toxische und neoplastische sowie auf allergische, metabolische, ernährungsabhängige und degenerative Erkrankungen, auch unter Berücksichtigung der Besonderheiten dieser Erkrankungen im höheren Lebensalter,
  • die Grundlagen der Tumortherapie und der Schmerzbehandlung von Tumorpatienten,
  • die Begleitung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten,
  • geriatrische Syndrome und Krankheitsfolgen im Alter,
  • psychogene Symptome, somatopsychische Reaktionen und psychosoziale Zusammenhänge,
  • ernährungsbedingte Gesundheitsstörungen einschließlich diätetischer Behandlung,
  • die Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen,
  • die Arzneimitteltherapie, deren Interaktionen und Nebenwirkungen, insbesondere bei geriatrischen Patienten,
  • die Früherkennung von Gesundheitsstörungen und häuslichen Gefahrenpotentialen (z. B. Sturzprophylaxe),
  • die Wundpflege, Wundversorgung und Behandlung von Dekubitus und auf
  • die Grundlagen der Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen
    sowie insbesondere in Bezug auf folgende Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:
  • Grundlagen der Diabetikerbehandlung einschließlich strukturierter Schulungen,
  • Elektrokardiogramm,
  • Langzeit-EKG,
  • Langzeitblutdruckmessung,
  • Grundlagen der Infusionsbehandlung, enteralen und parenteralen Ernährung.

c) Die Fortbildung „Kommunikation/Dokumentation“ (mindestens 25 Stunden) dient dem Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten zur Erweiterung der Sozialkompetenz des nicht-ärztlichen Praxisassistenten, der Fähigkeit zur selbständigen medizinischen Dokumentation sowie zur Kommunikation mit dem Arzt. Sie soll insbesondere folgende Inhalte umfassen:

  • Wahrnehmung und Motivation von Patienten,
  • Kommunikation und Gesprächsführung mit Patienten,
  • Patienteninformation und -edukation,
  • Kommunikation mit Angehörigen,
  • Medizinische Dokumentation,
  • Kommunikation mit dem Arzt.

Sofern der nicht-ärztliche Praxisassistent über einen qualifizierten Berufsabschluss nach dem Krankenpflegegesetz verfügt und in den letzten zehn Jahren vor Antragstellung mindestens vier Jahre in diesem Beruf tätig war, reduziert sich die theoretische Fortbildung auf 80 Stunden.

(4) Die Praktische Fortbildung soll den nicht-ärztlichen Praxisassistenten zur Anwendung des in der theoretischen Fortbildung Erlernten befähigen. Dazu begleitet der nicht-ärztliche Praxisassistent Hausbesuche des Arztes in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen und übernimmt unter Aufsicht des Arztes Hausbesuche in der Häuslichkeit, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen bei Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen.

Hausbesuche in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen im Rahmen von Modellvorhaben und im Rahmen von Fortbildungsmaßnahmen nach den Fortbildungscurricula der Bundesärztekammer werden angerechnet.

Sind in den letzten 24 Monaten vor Antragstellung bereits selbständige Hausbesuche in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen entsprechend GOP 40240/40260 durchgeführt worden, werden diese mit jeweils 30 Minuten auf die Pflicht zur praktischen Fortbildung angerechnet.

(5) Die Fortbildung in Notfallmanagement umfasst einen Kurs von mindestens 20 Stunden inklusive praktischer Übungen. Der Kurs soll insbesondere auf Notfälle in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen eingehen. Der Kurs ist alle drei Jahre zu wiederholen. Er soll insbesondere folgende Inhalte umfassen:

  • Vitalparameter und deren Bedeutung,
  • Bewusstseinsgrade,
  • Vorgehen bei Bewusstlosigkeit, Herz- und Atemstillstand,
  • Notfallstressmanagement (Selbstkunde, Umgang mit Patienten und Angehörigen),
  • Notfallkunde (Wunden, internistische Notfälle, Traumatologie, Schädelhirntrauma, Medikamente, Schock),
  • Lagerungsarten,
  • Kenntnisse des Rettungsdienstes,
  • Praktischer Teil mit Übungen am Phantom.

(6) Die Zusatzqualifikation muss durch erfolgreiche Teilnahme an einer Lernerfolgskontrolle nachgewiesen werden. Die Lernerfolgskontrolle muss bezüglich der medizinischen Kompetenz (Abs. 3 b) in schriftlicher Form erfolgen. Das Qualifikationsangebot muss von der Ärztekammer anerkannt sein.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten