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Praxisnachrichten

Krebsfrüherkennung: Berichte ab 1. Januar 2015 auf neuem Muster 39

13.11.2014 - Zytologen müssen die Krebsfrüherkennungs-Befunde ab dem 1. Januar 2015 auf einem neuen Muster 39 dokumentieren. Die jetzigen Dokumentationsvordrucke dürfen dann nicht weiter verwendet werden.

Zum Hintergrund

Seit 1. Juli 2014 gilt für die gynäkologische Zytodiagnostik der Cervix uteri (Gebärmutterhals) ein neues Klassifikationsmodell: die Münchner Nomenklatur III. Es ist bundesweit die Grundlage für eine einheitliche Dokumentation der Befunde. Die neue Version III ermöglicht den Zytologen unter anderem eine noch differenziertere Befundung.

Zum 1. Januar 2015 wird die Qualitätssicherungsvereinbarung Zervix-Zytologie an diese neue Münchner Nomenklatur III angepasst. Die Vereinbarung schreibt vor, dass Ärzte die neue Version III verwenden müssen – und zwar sowohl bei der Befunddokumentation, als auch für die Jahresstatistik ab dem Berichtsjahr 2015.

Anpassung des Formularfeldes „Zytologischer Befund“

Damit Ärzte auf Basis der neuen Klassifikation dokumentieren können, werden die Berichtsbögen 39b „Ausfertigung für den untersuchenden Arzt“ und 39d „Ausfertigung für den Zytologen“ angepasst. Konkret geändert wird das Feld „Zytologischer Befund“.

Künftig Freitextfeld für die Befund-Gruppe

Dort stehen bisher sechs Ankreuzmöglichkeiten zur Verfügung, um die Gruppe anzugeben, in die der Befund eingeordnet wird (z.B. Gruppe III). Statt weitere Ankreuzkästchen einzuführen, ist hier künftig „Gruppe“ vorgedruckt und die entsprechende Bezeichnung ist im Freitextfeld zu ergänzen.

Des Weiteren gibt es einige redaktionelle Anpassungen. Beispielsweise sind für „Bemerkungen“ künftig fünf Zeilen vorgesehen (statt bisher eine) und das Feld „Zellmaterial nicht verwertbar“ steht an oberster Stelle (statt bisher neben den Gruppen).

Bei „Endozervikale Zellen“ wurde die Reihenfolge der beiden Ankreuzkästchen getauscht: „vorhanden“ (die häufiger angekreuzte Variante) steht nun vor „nicht vorhanden“.

Praxen benötigen neue Vordrucke

Die aktuellen Vordrucke können aus Gründen einer einheitlichen statistischen Erfassung für die Befunddokumentation ab 1. Januar 2015 nicht weiter verwendet werden. Praxen sollten bei ihrer KV oder ihrem Vordrucklieferanten neue Vordrucke anfordern.

Die Praxisverwaltungssysteme werden mit dem Update für das erste Quartal, das fristgerecht zum 1. Januar 2015 installiert werden muss, aktualisiert. Praxen mit Blankoformularbedruckung brauchen es nur einzuspielen, um die neuen Formulare auszudrucken.

Die Vordruckmustersammlung mit dem neuen Muster 39 finden Sie ab dem 1. Januar 2015 unter Formulare.

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