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Praxisnachrichten

Urlaubsvertretung

Vertragsärzte müssen im Urlaub eine Vertretung organisieren

25.06.2015 - Für die Zeit ihres Urlaubs müssen Vertragsärzte für ihre Sprechstunden eine Vertretung in der Umgebung organisieren. Das gilt auch, wenn sie nur einen Tag frei nehmen. Zudem müssen die Patienten sowie die Vertretung informiert werden.

Für die Patienten kann es ein Aushang an der Praxistür oder eine Ansage auf dem Anrufbeantworter sein. Mit dem Kollegen, der die Vertretung übernimmt, muss der Zeitraum genau abgesprochen werden.

Dauert der Urlaub länger als eine Woche, sind die Vertragsärzte verpflichtet, ihre Kassenärztliche Vereinigung zu informieren. Die Regelungen zur Vertretung sind im Bundesmantelvertrag und in der Zulassungsverordnung für Vertragsärzte zu finden.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst ist keine Vertretung

Auf keinen Fall darf auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst verwiesen werden. Vielmehr müssen die Ärzte, die Urlaub machen, auch für ihren Einsatz dort eine Vertretung benennen.

Insgesamt können sich Vertragsärzte drei Monate im Jahr vertreten lassen. Neben dem Urlaub zählt hier jedoch auch die Zeit für ärztliche Fortbildungen oder Teilnahme an Wehrübungen sowie Krankheit.

Auch Krankenhausärzte sind möglich

Ein Vertragsarzt darf sich grundsätzlich nur von einem Kollegen mit abgeschlossener Weiterbildung in demselben Fachgebiet vertreten lassen, für welches er selbst zugelassen ist. Das kann auch ein Krankenhausarzt sein, denn eine Kassenzulassung ist für eine Vertretung nicht notwendig. Der Vertreter darf nur Leistungen erbringen und abrechnen, für die er und der Vertragsarzt, den er vertritt, qualifiziert ist.

Kollegen in einer Gemeinschaftspraxis, die die gleiche fachliche Qualifikation besitzen und dem gleichen hausärztlichen oder fachärztlichen Versorgungsbereich angehören, können sich gegenseitig vertreten. Das gilt auch für angestellte Ärzte, die ihren Chef vertreten können.

Vertretung bei Psychotherapeuten komplizierter

Aufgrund der besonders engen Patienten-Therapeuten-Beziehung ist eine Vertretung bei Psychotherapeuten komplizierter. Sie dürfen sich bei den probatorischen Sitzungen und bei der genehmigten Psychotherapie grundsätzlich nicht vertreten lassen. Das gilt für alle ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten sowie für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

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