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Praxisnachrichten

Praxisassistenten können bei Hausbesuchen Langzeit-EKG abnehmen

02.07.2015 - Nichtärztliche Praxisassistenten können bei ihren Hausbesuchen auch ein Langzeit-EKG abnehmen. Die Leistung darf seit 1. Juli neben dem Hausbesuch abgerechnet werden. Der EBM wurde angepasst.

Ärzte rechnen die Aufzeichnung eines Langzeit-EKG von mindestens 18 Stunden mit der Gebührenordnungsposition (GOP) 03322 ab. Für Hausbesuche ihrer nichtärztlichen Praxisassistenten sind die GOP 03062 und 03063 vorgesehen. Neben diesen Hausbesuchen war das Langzeit-EKG bisher nicht berechnungsfähig.

Hausarzt-EBM angepasst

Der Bewertungsausschuss hat das geändert. Er ergänzte die Nr. 6 der Präambel 3.2.1.2 um die GOP 03322 für die Aufzeichnung des Langzeit-EKG. Die Präambel gibt vor, welche Leistungen neben den Hausbesuchen berechnungsfähig sind.

Damit kann die GOP 03322 jetzt neben den Hausbesuchen berechnet werden. Voraussetzung ist, dass der Mitarbeiter bei seinem Hausbesuch das Langzeit-EKG-Gerät mit der beendeten Aufzeichnung wieder abnimmt.

Noch nicht im PVS hinterlegt

Da die Änderung im EBM erst im Juni beschlossen wurde, ist sie ab Juli noch nicht in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt. Trotzdem können Ärzte die genannten Positionen nebeneinander abrechnen. Dass dies möglich sein muss, hat die KBV den PVS-Herstellern vorgegeben. Demnach muss die Praxissoftware Vertragsärzten gestatten, sich über Regeln und Ausschlüsse, die das PVS bei EBM-Ziffern vorgibt, hinwegzusetzen.

Unterstützung für Hausärzte durch nichtärztliche Praxisassistenten

Hausärzte können sich von nichtärztlichen Praxisassistenten unterstützen lassen. Sie erhalten seit Jahresbeginn dafür eine Förderung von bis zu 1.320 Euro im Quartal. Mit diesem Geld sollen vor allem die Ausbildung und Ausstattung des Mitarbeiters, zum Beispiel mit einem Auto und Mobiltelefon, finanziert werden. Zusätzlich werden die Hausbesuche vergütet, die der Mitarbeiter im Auftrag des Arztes durchführt.

Von der Unterstützung sollen vor allem Hausärzte profitieren, die viele Patienten versorgen. Sie erhalten eine Genehmigung zur Anstellung eines Praxisassistenten, wenn ihre Praxis im Schnitt mindestens 860 Fälle oder mindestens 160 über 75-jährige Patienten pro Hausarzt im Quartal behandelt. Der nichtärztliche Praxisassistent muss über eine entsprechende Zusatzausbildung verfügen.

Mehr über die Anstellung eines nichtärztlichen Praxisassistenten sowie die Vergütung und Abrechnung erfahren Sie hier.

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