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Dokumentationsprüfungen für Akupunktur werden ausgesetzt

19.11.2015 - Die Dokumentationsprüfungen für die Akupunkturbehandlungen chronisch schmerzkranker Patienten sind für die nächsten zwei Jahre nicht mehr verpflichtend vorgeschrieben. Darauf haben sich KBV und Krankenkassen verständigt. Für die Ärzte verringert sich damit der bürokratische Aufwand, der mit der Überprüfung verbunden ist.

Die Qualitätssicherungsvereinbarung sieht eine jährliche stichprobenartige Überprüfung der ärztlichen Dokumentationen von Akupunkturbehandlungen vor. Dabei wurden in den vergangenen Jahren bundesweit jeweils etwa 10.000 Fälle im Rahmen von Erstprüfungen sowie in einigen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Wiederholungsprüfungen von den QS-Kommissionen begutachtet.

Prüfung nicht mehr Pflicht

Aufgrund der geringen Zahl von Beanstandungen verständigten sich KBV und GKV-Spitzenverband darauf, die Dokumentationsprüfungen auszusetzen: Vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2017 sind diese Prüfungen nicht mehr verpflichtend. Den KVen steht es jedoch frei, die Überprüfung auf freiwilliger Basis weiterhin vorzunehmen. Die KBV und der GKV-Spitzenverband wollen bis spätestens Ende Juni 2017 über die Fortführung der Prüfungen oder weitere Maßnahmen beraten.

Nach der bisherigen Regelung werden jedes Jahr rund fünf Prozent der Ärzte überprüft, die eine Abrechnungsgenehmigung für Akupunktur besitzen. Sie werden von ihrer KV aufgefordert, Dokumentationen für bis zu 30 Fälle vorzulegen. Die Auswahl der Fälle erfolgt durch die KV nach dem Zufallsprinzip. Überprüft wird unter anderem, ob die Dokumentationsinhalte vollständig erfasst sind.

Dokumentation erfolgt weiterhin

Das Aussetzen der Prüfungen ändert nichts an der Verpflichtung der Ärzte, den Therapieplan sowie die Eingangs- und Verlaufserhebung in der Patientenakte zu dokumentieren. Näheres dazu regelt die Qualitätssicherungsvereinbarung Akupunktur.

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