Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Bewertungsausschuss verlängert Beschlüsse zur Hörgeräteversorgung

26.11.2015 - Die im Jahr 2012 eingeführten Leistungen zur Hörgeräteversorgung können ab Januar unverändert abgerechnet werden. Der Bewertungsausschuss hat die Gültigkeit der entsprechenden Beschlüsse um weitere zwei Jahre verlängert. Darunter fallen auch einige Zusatzpauschalen, zum Beispiel für die Behandlung von Patienten mit schwer stillbarem Nasenbluten.

Der Bewertungsausschuss hatte zum 1. Januar 2012 mehrere neue Gebührenordnungspositionen (GOP) in die Kapitel 9 (HNO) und 20 (Phoniatrie und Pädaudiologie) des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) aufgenommen. Diese betreffen vor allem die Neuanpassung, Kontrolle und Nachsorge von Hörgeräten bei Kindern und Erwachsenen (GOP 09372 bis 09375, 20338 bis 20340, 20372 bis 20375, 20377 und 20378).

Hörgeräteversorgung obliegt HNO-Ärzten und Pädaudiologen

Die Leistungen zur Hörgeräteversorgung dürfen ausschließlich Fachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie Fachärzte für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen (Phoniater und Pädaudiologen) abrechnen, die eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung haben. Sie müssen dafür zusätzliche Qualitätsanforderungen erfüllen, zum Beispiel regelmäßig themenbezogene Fortbildungen absolvieren und den Umfang der Hörgeräteversorgung dokumentieren. Dies ist in den Qualitätssicherungsvereinbarungen zur Hörgeräteversorgung von Kindern und Erwachsenen geregelt.

Zusatzpauschalen sind weiter berechnungsfähig

Weiterhin abgerechnet werden können ab Januar 2016 auch die Leistungen, die der Bewertungsausschuss vor vier Jahren zur Stärkung der konservativ tätigen HNO-Ärzte und Phoniater/Pädaudiologen eingeführt hatte. Dabei handelt es sich um mehrere Zusatzpauschalen, zum Beispiel für die Behandlung von Patienten mit akuter, schwer stillbarer Nasenblutung (GOP 09329) und die Diagnostik des Tinnitus (GOP 09343 / 20343).

Beschlüsse bleiben befristet

Die Beschlüsse zur Aufnahme der neuen Leistungen in den EBM waren schon einmal verlängert worden. Sie wurden jetzt bis zum 31. Dezember 2017 befristet. Grund der erneuten Befristung ist, dass im Rahmen der Weiterentwicklung des EBM die Bewertung aller Leistungen überprüft wird, auch die der Kapitel 9 und 20.

Bewertungsausschuss

Im Bewertungsausschuss verhandeln die KBV und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Sie legen unter anderem die Gebührenordnungspositionen und deren Bewertung fest.

Eine weitere Aufgabe des Gremiums ist es, jährlich den Orientierungswert anzupassen und zu beschließen. Dieser ist maßgeblich für die Höhe der Preise ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen.

Dem Bewertungsausschuss gehören jeweils drei von der KBV und von dem Spitzenverband benannte Mitglieder an. Den Vorsitz führt abwechselnd ein Vertreter der Ärzte und ein Vertreter der Krankenkassen.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten