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Praxisnachrichten

Dokumentationen vor dem Software-Update am 1. Januar abschließen

03.12.2015 - Zum 1. Januar 2016 wird die Dokumentationssoftware für einige Disease-Management-Programme geändert. Dabei werden verschiedene Parameter angepasst. Ärzte sollten prüfen, ob sie die Dokumentationen für das 4. Quartal 2015 vor dem Software-Update zum 1. Quartal 2016 abschließen müssen.

In der Dokumentationssoftware für das Disease-Management-Programm (DMP) Diabetes mellitus Typ 2 gibt es zum 1. Januar 2016 eine wichtige Änderung: Dann ist die Dokumentation zu den Injektionsstellen nur noch bei den Patienten erforderlich, die Insulintherapie erhalten.

Denn nur bei Diabetikern, die auch eine Insulintherapie erhalten, kann eine Injektionsstelle für Insulin dokumentiert werden. Bei Patienten mit Diabetes Typ 2, die keine Insulintherapie erhalten, wird das Feld für die Dokumentation zu den Injektionsstellen künftig nicht mehr abgefragt.

Dokumentationssoftware prüfen

Die KBV empfiehlt allen dokumentierenden Ärzten sicherheitshalber zu prüfen, ob es sinnvoll ist die Dokumentationen für das 4. Quartal 2015 vor dem Software-Update zum 1. Quartal 2016 abzuschließen. So können Probleme bei der parallelen Dokumentation von zwei Quartalen vermieden werden.

Weitere Anpassung betrifft DMP „Koronare Herzkrankheit (KHK)“

Auch für das DMP „Koronare Herzkrankheit (KHK)“ gibt es zum 1. Januar 2016 eine Änderung in der Dokumentationssoftware. Hier wurde für die Einheit „mmol/l“ des Parameters „LDL-Cholesterin“ die Wertangabe konkretisiert: Wird künftig der Cholesterinwert in „mmol/l“ angegeben, so ist die Angabe dieses Wertes immer nur mit genau einer Nachkommastelle gültig.

Die KBV empfiehlt Ärzten, insbesondere die Ergebnisse von Laboruntersuchungen auf die Nachkommastelle hin zu überprüfen und die Angabe des Cholesterinwertes in der Dokumentation gegebenenfalls anzupassen.

Disease-Management-Programme (DMP)

Die DMP wurden 2002 mit dem Ziel eingeführt, arzt- und sektorenübergreifende Behandlungsabläufe bei der Versorgung chronisch Kranker zu verbessern. Bislang gibt es DMP für die Erkrankungen Diabetes, Brustkrebs, Koronare Herzkrankheit und chronische obstruktive Atemwegserkrankungen.

Bei der Auswahl neuer DMP muss der G-BA bestimmte Kriterien berücksichtigen. Dazu zählen insbesondere die Zahl der betroffenen Versicherten, die Möglichkeit der Qualitätsverbesserung der Versorgung, ein sektorenübergreifender Behandlungsbedarf sowie ein hoher finanzieller Aufwand der Behandlung.

Die bundesweiten Vorgaben werden regional in Verträgen zwischen Krankenkassen und (in der Regel) Kassenärztlichen Vereinigungen umgesetzt.

Ein Kernelement der DMP ist die Qualitätssicherung. Daten werden in standardisierter Form erhoben und in gemeinsamen Einrichtungen von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen ausgewertet. Die elektronische Dokumentation erfolgt bundesweit einheitlich und ist ins Praxisverwaltungssystem integriert. Die teilnehmenden Ärzte erhalten individuelle Feedbackberichte.

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