Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Evaluation: Mehr geförderte Allgemeinmediziner in Weiterbildung

10.12.2015 - Das Förderprogramm der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin greift: Im vergangenen Jahr wurden etwa 50 Prozent mehr Ärzte im ambulanten Bereich gefördert als zum Start des Programms vor vier Jahren. Das geht aus dem aktuellen Evaluationsbericht hervor.

Rund 31 Prozent in Teilzeit tätig

Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der geförderten Allgemeinmediziner in Weiterbildung von 3.258 in 2010 auf 4.902 im vergangenen Jahr. Davon waren in 2014 rund 31 Prozent in Teilzeit tätig. Im stationären Bereich waren im vergangenen Jahr insgesamt 2.408 Ärzte im Förderprogramm Allgemeinmedizin registriert. Das entspricht einem Zuwachs von 34 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010.

Das Förderprogramm sei ein „wichtiger und notwendiger Schritt“, um die ambulante medizinische Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen, betonte KBV-Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann. „Aber das alleine reicht noch nicht.“ So müsste bereits im Medizinstudium mehr Wissen über die ambulante Versorgung vermittelt werden.

Auch das im Sommer verabschiedete Versorgungsstärkungsgesetz setze weitere Impulse, fügte Feldmann hinzu. Die Zahl der zu fördernden Stellen für Allgemeinmedizin wurde von 5.000 auf 7.500 angehoben. Zusätzlich sind für die ambulante Weiterbildung in weiteren Fachgebieten erstmals 1.000 Förderstellen vorgesehen.

Jährliche Evaluation des Förderprogramms

Es ist bereits der fünfte Evaluationsbericht zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizin, der jetzt erschienen ist. Partner des Förderprogramms sind der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die KBV unter Beteiligung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und der Bundesärztekammer.

Grundlage ist die zum 1. Januar 2010 in Kraft getretene Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in der ambulanten und stationären Versorgung. Die Vertragspartner verständigten sich auf eine jährliche Evaluation, um die Auswirkungen des Förderprogramms darzustellen.

Derzeit verhandeln KBV, GKV-Spitzenverband und DKG unter Beteiligung des PKV-Verbandes sowie der Bundesärztekammer eine neue Fördervereinbarung. Dabei geht es unter anderem um die Anhebung des Förderbetrages im ambulanten Bereich an vergleichbare Klinikgehälter. Ein weiteres Thema betrifft die erstmalige Förderung der Weiterbildung von allgemein tätigen Fachärzten.

Weiterbildung in der Allgemeinmedizin

Die rechtlichen Grundlagen für die Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin wurden mit dem GKV-Solidaritätsstärkungsgesetzes zum 1. Januar 1999 geschaffen. Die gegenwärtige Fördervereinbarung ist seit 2010 wirksam und vereint die seit 1999 für den ambulanten und stationären Bereich getrennt bestehenden Vereinbarungen.

Mit dem Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes wurde im Juli 2015 das „Förderprogramm Weiterbildung“ Allgemeinmedizin in das SGB V als Paragraf 75a aufgenommen. Neuer Richtwert ist nun die Mindestzahl von 7.500 Förderstellen für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin. Für die ambulante Weiterbildung in weiteren Fachgebieten sind bundesweit 1.000 Förderstellen vorgesehen.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten