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Praxisnachrichten

Patienten verstärkt auf Früherkennung von Darmkrebs hinweisen

18.02.2016 - Im Vorfeld des Darmkrebsmonats März appelliert KBV-Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann an die Ärzte, Patienten verstärkt auf die Möglichkeiten der Früherkennung von Darmkrebs hinzuweisen. Informationsmaterialien dazu bietet die KBV.

„Rechtzeitig erkannt, ist Darmkrebs fast immer heilbar. Leider nutzen nach wie vor zu wenig Menschen die Maßnahmen zur Früherkennung“, betonte Feldmann. Deshalb sei gerade die Beratung der Patienten durch den Hausarzt bedeutend, fügte sie hinzu. Denn für die Entscheidung für oder gegen eine Untersuchung sei es wichtig, dass Patienten umfassend informiert seien.

Plakat und Flyer für das Wartezimmer

Die KBV bietet ein Wartezimmerplakat an, das auf die Darmkrebsprävention aufmerksam macht. Ein Patientenflyer informiert über den hohen Qualitätsstandard der Koloskopie. Ärzte können beides kostenfrei bestellen unter versand@kbv.de.

Früherkennungskoloskopie: Teilnahmeraten zu niedrig

Seit Einführung der präventiven Koloskopie 2002 bis zum Jahresende 2014 haben bundesweit rund 5,8 Millionen anspruchsberechtigte Versicherte das Angebot genutzt. Dies ergab eine aktuelle Analyse des Zentralinstitutes für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland. Die über alle Jahre seit Einführung des Angebotes kumulierte Teilnahmerate beträgt damit bei den Männern etwa 21,3 Prozent und 23,8 Prozent bei den Frauen.

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart bei Männern und Frauen. Etwa 26.000 Menschen sterben pro Jahr daran. Dabei lässt sich Darmkrebs früh erkannt sehr gut heilen und durch frühzeitiges Erkennen und Entfernen von Vorstufen vielfach sogar vermeiden.

Neugestaltung der Darmkrebsvorsorge

Das 2013 in Kraft getretene Krebsfrüherkennungs- und Krebsregistergesetz sieht eine Neugestaltung der Darmkrebsfrüherkennung noch in diesem Jahr vor. In diesem Zusammenhang wird derzeit im Gemeinsamen Bundesausschuss auch über die Einführung von immunologischen Stuhltests (iFOBT) zur Früherkennung beraten, die den bisherigen guajakbasierten Stuhltests (gFOBT) überlegen sind.

Informationsmaterialien für Patienten

Kostenfrei bestellbar unter versand@kbv.de:

Wartezimmerplakat zur Darmkrebsfrüherkennung (PDF, 3,9 MB)

Patientenflyer zur Koloskopie (PDF, 1 MB)

Flyer „Der Vorsorge-Checker“: Alle Früherkennungsuntersuchungen auf einen Blick (PDF, 1 MB)

Video zum Thema Darmkrebsfrüherkennung

Ärzte, die den Film für Homepage oder Wartezimmer-TV kostenlos beziehen möchten, schicken eine E-Mail an
kv-on@kbv.de.

Früherkennungsprogramm ab 50 im Überblick

Die Darmkrebsfrüherkennung beginnt bei Männern und Frauen ab dem Alter von 50 Jahren. Zu dem Früherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen gehören neben der Beratung der Okkultbluttest und die präventive Darmspiegelung.

Ab 50 Jahren
  • Beratung beim Arzt über Ziel und Zweck des Darmkrebsfrüherkennungsprogrammes (nicht gesondert abrechnungsfähig, sondern mit den Versicherten- und Grundpauschalen abgegolten)
  • jährlich: Test auf okkultes Blut im Stuhl (EBM-Nummer 01734) 
Ab 55 Jahren
  • zweite Beratung über Ziel und Zweck des Darmkrebsfrüherkennungsprogrammes (EBM-Nummer 01740)
  • Koloskopie,
  • nach zehn Jahren: zweite Koloskopie (EBM-Nummer 01741) oder alle zwei Jahre: Test auf okkultes Blut im Stuhl (EBM-Nummer 01734)

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