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Praxisnachrichten

Genehmigungsvoraussetzungen für PET und PET/CT konkretisiert

17.03.2016 - Die Voraussetzungen für die Erteilung einer Abrechnungsgenehmigung für die Tumordiagnostik PET und PET/CT werden rückwirkend zum 1. Januar 2016 konkretisiert. Die Änderung im EBM betrifft Radiologen und Nuklearmediziner.

Seit Jahresbeginn dürfen Nuklearmediziner und Radiologen die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Positronen-Emissions-Tomographie mit Computertomographie (PET/CT) über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abrechnen. Dazu hat der Bewertungsausschuss am 15. Dezember 2015 den neuen Abschnitt 34.7 in den EBM aufgenommen.

Genehmigungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Abrechnung der neuen Gebührenordnungspositionen (GOP) 34700 bis 34703 ist eine Genehmigung der Kassenärztlichen Vereini-gung (KV) gemäß der Qualitätssicherungsvereinbarung PET, PET/CT gemäß Paragraf 135 Abs. 2 SGB V. Dies regelt die Nummer 1 der Präambel zum EBM-Abschnitt 34.7.

Diese Qualitätssicherungsvereinbarung liegt derzeit noch nicht vor. Bis zu deren Inkrafttreten ist eine Genehmigung der KV zur Ausführung und Abrech-nung der Leistungen gemäß Nummer 14 der Anlage 1 "Anerkannte Untersu-chungs- oder Behandlungsmethoden" der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung des Gemeinsamen Bundesausschusses erforderlich. Dies regelt der Klammerzusatz in Nummer 1 der Präambel.

Zusätzlich setzt die Berechnung der GOP 34701 und 34703 sowie der GOP 34700 und 34702, sofern eine Computertomographie durchgeführt wird, eine Genehmigung der KV gemäß der Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie nach Paragraf 135 Abs. 2 SGB V voraus.

Neu: Genehmigung auch bei Nachweis einer Kooperation

Derzeit kann ein Nuklearmediziner aufgrund seiner Weiterbildungsinhalte nur eine Genehmigung für die Ausführung und Abrechnung einer PET erhalten. Die Durchführung und Abrechnung einer PET/CT durch Nuklearmediziner ist nicht möglich, da sie in der Regel die fachlichen Voraussetzungen für die Durchführung einer Computertomographie gemäß der Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie nicht erfüllen.

Umgekehrt fehlen den Radiologen in der Regel die fachlichen Voraussetzungen für die Durchführung einer PET beziehungsweise PET/CT. Daher hat der Bewertungssauschuss jetzt rückwirkend zum 1. Januar 2016 die Genehmigungsvoraussetzungen konkretisiert.

Auch wenn ein Facharzt für Nuklearmedizin nicht die fachlichen Voraussetzungen für die Durchführung einer Computertomographie gemäß der Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie erfüllt, kann ihm seine KV eine Genehmigung für PET, PET/CT erteilen. Dafür muss der Arzt nachweisen, dass er mit einem Facharzt für Radiologie kooperiert, der für die Computertomographie eine entsprechende Genehmigung besitzt. Der Kooperationspartner ist gegenüber der KV zu benennen, wenn der Arzt die Genehmigung für PET, PET/CT beantragt. Auch Änderungen müssen der KV gemeldet werden.

Abrechnung bei Beteiligung mehrerer Ärzte

Da aufgrund der Kooperation mehrere Ärzte die Leistung durchführen, muss der Arzt, der die GOP des Abschnittes 34.7 abrechnet, in seiner Quartalsab-rechnung bestätigen, dass er mit den anderen Ärzten eine Vereinbarung dar-über getroffen hat, wonach nur er allein in den jeweiligen Fällen diese Leistung abrechnet.

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