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Praxisnachrichten

Immer mehr Ärzte arbeiten in Teilzeit und in Anstellung

17.03.2016 - Die Anzahl der in Teilzeit und in Anstellung arbeitenden Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten ist weiter angestiegen. Generell haben sich die meisten Trends der vergangenen Jahre fortgesetzt. Das geht aus der aktuellen Ärztestatistik für das Jahr 2015 hervor, die die KBV heute veröffentlicht hat.

Insgesamt nahmen 167.316 Ärzte und Psychotherapeuten Ende 2015 an der vertragsärztlichen Versorgung teil. Davon waren 144.769 Ärzte und 22.547 Psychologische Psychotherapeuten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Ärzte und Psychotherapeuten um 2.369 (1,4 Prozent) erhöht. Angesichts des anhaltenden Trends zur Teilzeittätigkeit ergibt sich jedoch lediglich ein Plus von 0,2 Prozent.

Anteil der angestellten Ärzte seit 2005 verzehnfacht

Die Zahl der Vertragsärzte und Psychotherapeuten in Anstellung ist von 24.560 auf 27.174 (10,6 Prozent) deutlich gestiegen. Seit 2005 hat sich die Zahl der angestellten Ärzte und Psychotherapeuten nahezu verzehnfacht – damals waren es 2.772. Auch der Frauenanteil wuchs weiter von 43,2 auf 44,1 Prozent. In jüngeren Altersgruppen liegt der Frauenanteil noch höher.

Rückgang bei Hausärzten

Unter Berücksichtigung der zunehmenden Teilzeittätigkeit setzt sich der Rückgang bei den Hausärzten 2015 mit minus 0,4 Prozent (222 Hausärzte) fort. Allerdings haben entgegen dem bundesweiten Trend einzelne KVen auch Zuwächse zu verzeichnen. Dazu gehören Brandenburg (1,1 Prozent; 17 Hausärzte), Hessen (0,3 Prozent; 12 Hausärzte), Thüringen (0,2 Prozent; 3 Hausärzte), Hamburg (0,2 Prozent; 2 Hausärzte) und Sachsen (0,1 Prozent; 2 Hausärzte).

In einigen Facharztgruppen hat sich die Zahl der Mediziner ebenfalls verringert – so gibt es bundesweit im Vergleich zu 2014 32 Chirurgen (-0,8 Prozent), 36 Nervenärzte (-0,8 Prozent), 11 Kinderärzte (-0,2 Prozent) und 14 Frauenärzte (-0,1 Prozent) weniger.

Zuwachs bei Psychotherapeuten abgeschwächt

Der Zuwachs bei den Psychotherapeuten hat sich 2015 etwas abgeschwächt. Der bundesweite Anstieg um 453 Psychotherapeuten (2,0 Prozent) ist dabei vor allem auf einen starken Zuwachs in den neuen Bundesländern zurückzuführen – so in Mecklenburg-Vorpommern mit 12,3 Prozent (34 Psychotherapeuten), in Brandenburg mit 10,4 Prozent (40 Psychotherapeuten) und in Sachsen-Anhalt mit 8,6 Prozent (33 Psychotherapeuten). Außerdem gibt es – wenn auch moderate – Zuwächse bei den Fachinternisten und Orthopäden.

Mit der Ärztestatistik veröffentlicht die KBV regelmäßig Zahlen und Daten zur Struktur der vertragsärztlichen Versorgung und stellt diese der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Der vollständige Tabellenband ist hier abrufbar.

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