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eHeilberufsausweis

Elektronischen Heilberufsausweis bei Landesärztekammer beantragen

14.07.2016 - Zum Versenden von eArztbriefen benötigen Ärzte künftig einen elektronischen Heilberufsausweis. Nur wenn die Schreiben elektronisch signiert sind, wird der Versand laut E-Health-Gesetz ab 2017 finanziell gefördert. Ärzte sollten den Ausweis zeitnah bei der Landesärztekammer beantragen, empfiehlt der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen im Interview mit KV-on.

In einer zunehmend digitalisierten Gesundheitswelt werde der elektronische Heilberufsausweis perspektivisch an Bedeutung gewinnen, sagt Gassen. „Über kurz oder lang sollte die überwiegende Zahl der Kolleginnen und Kollegen sinnvollerweise mit einem elektronischen Heilberufsausweis ausgestattet sein“, betont er und verweist an die zuständigen Landesärztekammern.

Landesärztekammer ist zuständig

Das Antragsverfahren für den elektronischen Heilberufsausweis erfolgt ähnlich wie beim „normalen“ Arztausweis über die Landesärztekammern. Ärzte sollten sich direkt an ihre Landesärztekammer wenden, um sich einen elektronischen Heilberufsausweis ausstellen zu lassen. Dort erhalten sie auch alle weiteren Informationen.

eArztbrief nur mit elektronischer Signatur

Das E-Health-Gesetz enthält Regelungen, die zwingend die Verwendung des elektronischen Heilberufsausweises vorschreiben. Zugleich sieht das Gesetz für den eArztbrief Fördermöglichkeiten vor.

Ärzte können im nächsten Jahr für jeden elektronisch übermittelten und empfangenen Brief eine Pauschale von insgesamt 55 Cent erhalten, wenn die Übertragung sicher erfolgt und der Papierversand entfällt. Für die hierzu erforderliche „qualifizierte elektronische Signatur“ benötigen sie den elektronischen Heilberufsausweis.

Entlastung von Bürokratie

Die KBV verspricht sich von den neuen Regelungen auch eine Entlastung der Ärzte. Gassen: „Aktuell sind die Kolleginnen und Kollegen stark mit Bürokratie belastet, insofern versprechen wir uns natürlich von einer neuen Technologie eine Bürokratieentlastung und keine Mehrbelastung.

Hier wird sicher die Zukunft zeigen, ob der elektronische Heilberufsausweis dieses Versprechen einlösen kann. Das werden wir als KBV auch sehr kritisch begleiten und natürlich alles daran setzen, die Kollegen vor unnötiger zusätzlicher Bürokratie zu bewahren.“

Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)

Der elektronische Heilberufsausweis ist eine Chipkarte für Ärzte, Psychotherapeuten, Apotheker und künftig auch Angehörige anderer Gesundheitsberufe. Er weist den Träger zweifelsfrei als Angehörigen der jeweiligen Berufsgruppe aus.

Der elektronische Heilberufsausweis wird benötigt für die Identifizierung des Inhabers im elektronischen Netz. Mit ihm kann auch eine rechtssichere elektronische Unterschrift erstellt werden: die qualifizierte elektronische Signatur (QES).

Der elektronische Heilberufsausweis für Ärzte wird über die Landesärztekammern ausgegeben, für Psychotherapeuten ist die Landespsychotherapeutenkammer zuständig. Dort erhalten Interessenten auch alle weiteren Informationen, zum Beispiel zur Antragstellung und zu den Kosten.

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