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Praxisnachrichten

Neue Kinder-Richtlinie tritt zum 1. September in Kraft

25.08.2016 - Die neu gefasste Kinder-Richtlinie tritt zum 1. September in Kraft. Die Inhalte der Richtlinie sind im ambulanten Bereich jedoch erst dann Kassenleistung, wenn die Vergütung im EBM geregelt ist. Bis zur EBM-Anpassung erfolgt die Versorgung weiterhin nach den derzeit gültigen Regelungen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte die Änderungen der „Richtlinien über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres“ im Mai 2016 beschlossen. Die Dokumentation im sogenannten Gelben Heft wurde entsprechend der Neustrukturierung und Konkretisierung der Untersuchungsinhalte angepasst. Der Beschluss wurde vergangene Woche im Bundesanzeiger veröffentlicht, damit kann die neue Kinder-Richtlinie nun zum 1. September 2016 in Kraft treten.

EBM muss bis spätestens Ende Februar angepasst werden

Nach den gesetzlichen Regelungen ist der Bewertungsausschuss dazu verpflichtet, bis spätestens sechs Monate nach Inkrafttreten der Richtlinie den EBM entsprechend den neuen Inhalten der Richtlinie anzupassen. Bis das erfolgt ist, haben für Vertragsärzte die bisherigen Leistungsbestandteile der Kinder-Untersuchungen Gültigkeit.

Krankenhäuser geben bereits die neuen Gelben Hefte aus

Da diese Regelung nur für den ambulanten Bereich gilt, werden die Krankenhäuser bereits ab dem 1. September die neuen Gelben Hefte an die Eltern von Neugeborenen ausgeben.

Sollten Eltern somit bereits ab diesem Zeitpunkt mit einem neuen Gelben Heft in die Praxis kommen, empfiehlt die KBV Ärzten ein pragmatisches Vorgehen im Sinne der Versicherten: Ärzte führen bis zur EBM-Anpassung die Kinder-Untersuchungen nach den derzeit gültigen Regelungen durch, dokumentieren diese aber bereits im neuen Gelben Heft. Bei Kindern, die über ein „altes“ Gelbes Heft verfügen, ändert sich nichts; dieses kann selbstverständlich weitergeführt werden.

Der Bewertungsausschuss hat die Beratungen zur Vergütung bereits aufgenommen. Sobald der Zeitpunkt feststeht, zu dem der EBM angepasst ist, werden die PraxisNachrichten erneut zum Thema informieren.

Kinder-Richtlinie und Gelbes Heft

Mit der neu gefassten Kinder-Richtlinie wurden die Inhalte zu den Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 überarbeitet und konkretisiert. Neben der stärkeren Berücksichtigung von psychosozialen Aspekten wurden zum Beispiel die Merkmale überarbeitet, die bei der Beurteilung der Entwicklung eines Kindes helfen sollen.

Darüber hinaus wurde die Dokumentation im Gelben Heft entsprechend der Neustrukturierung und Konkretisierung der Untersuchungsinhalte angepasst.

Neu im Gelben Heft ist eine Teilnahmekarte, auf der die Untersuchung bestätigt wird. Eltern können damit bei entsprechenden Stellen einfach belegen, dass sie das Früherkennungsangebot für ihr Kind nutzen, ohne dabei die vertraulichen Informationen des Gelben Heftes weitergeben zu müssen.

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