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Ultraschall-Vereinbarung wird angepasst - Änderungen im Überblick

22.09.2016 - Das Genehmigungsverfahren für Ultraschallleistungen wird zum 1. Oktober in Teilen vereinfacht. Darauf haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband geeinigt. Was sich genau ändert und welche Anpassungen in der Ultraschall-Vereinbarung außerdem vorgenommen wurden, stellt die KBV in einer Praxisinformation dar.

Für Ärzte, die bereits eine Genehmigung zur Ultraschalldiagnostik haben, ändert sich unmittelbar nichts. Die Änderungen betreffen vor allem Ärzte, die bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) eine Abrechnungsgenehmigung für Ultraschalluntersuchungen beantragen. Die Nachweisführung für neu zu genehmigende Geräte wird vereinfacht. Zudem sollen als Nachweis der fachlichen Qualifikation künftig auch Ultraschallkurse in Modulform anerkannt werden.

Ultraschallkurse werden flexibler

Bislang konnten mehrtägige Ultraschallkurse nur anerkannt werden, wenn sie im Block absolviert wurden. Künftig werden auch Kurse anerkannt, die in einzelnen Tages-Modulen stattfinden, was eine bessere Integration von Kursteilnahmen in den Praxisalltag ermöglicht.

Die bestehenden Kursangebote von Kassenärztlichen Vereinigungen, Ärztekammern und freien Anbietern werden weiterhin anerkannt. Eine Umstellung auf Kurse in Modulform ist nicht vorgeschrieben. Zudem sind bei bereits nachgewiesener fachlicher Kompetenz bei der Beantragung weiterer Anwendungsbereiche derselben Ultraschallmethode weniger Nachweiszahlen erforderlich als bisher.

Technische Prüfungen werden einfacher

Die Ultraschall-Vereinbarung regelt neben fachlichen auch technische Anforderungen, die Ärzte nachweisen müssen, wenn sie Sonografien zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchführen möchten. Im Rahmen eines Antrages auf Genehmigung für die Erbringung von Ultraschallleistungen wurde bislang die Tauglichkeit des Gerätes bildbasiert überprüft. Künftig reicht die Hersteller- oder Gewährleistungserklärung.

Konstanzprüfung alle sechs Jahre

Darüber hinaus erfolgt die gerätebezogene Konstanzprüfung künftig nicht mehr alle vier, sondern alle sechs Jahre. Neu ist auch, dass Ärzte anstelle von Ultraschallbildern künftig auch Wartungsprotokolle bei ihrer KV vorlegen können.

Quote der Stichprobenprüfung wird erhöht

Für die Stichprobenprüfung der Dokumentation wird die Quote der zu prüfenden Ärzte ab dem 1. Januar 2017 erhöht. Dann werden jährlich statt drei Prozent mindestens sechs Prozent der Ärzte, denen eine Genehmigung erteilt worden ist, geprüft. Mit dem Zusatzanteil von drei Prozent werden schwerpunktmäßig neu genehmigte Ärzte geprüft. Für Ärzte, die bereits über eine Genehmigung zur Ultraschalldiagnostik verfügen, ändert sich demnach nichts.

Die Ultraschall-Vereinbarung

Die Ultraschall-Vereinbarung nach Paragraf 135 Abs. 2 SGB V ist ein wesentlicher Bestandteil der vertragsärztlichen Qualitätssicherung. Darin festgelegt sind die qualifikatorischen Voraussetzungen für alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte, die technischen Anforderungen an die Ultraschallgeräte sowie die Modalitäten zur Durchführung der Qualitätssicherung nach erteilter Genehmigung.

Vertragspartner der Vereinbarung sind die KBV und der GKV-Spitzenverband. Die Ultraschall-Vereinbarung trat am 1. April 2009 in ihrer jetzigen Form in Kraft und wird zum 1. Oktober 2016 geändert.

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