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Praxisnachrichten

Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen wird Kassenleistung

27.10.2016 - Auf ein Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen haben gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren künftig Anspruch. Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses tritt voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2017 in Kraft, wenn die begleitende Versicherteninformation vorliegt.

Diese Versicherteninformation soll die ärztliche Beratung zum Screening unterstützen. Das Screening soll bevorzugt im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung „Check-up 35“ einmalig erfolgen. Alle Ärzte, die eine Genehmigung zur Ultraschalluntersuchung des Abdomens (Anwendungsbereich 7.1 der Ultraschallvereinbarung) haben, dürfen die Leistung durchführen. Eine Evaluation der neuen Vorsorge ist drei Jahre nach Inkrafttreten vorgesehen.

Screening kommt erst 2017

Der kürzlich gefasste Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses wird nun zunächst dem Bundesgesundheitsministerium zur Prüfung vorgelegt. In Kraft tritt er einen Tag nach der Veröffentlichung des noch ausstehenden Beschlusses zu der Versicherteninformation im Bundesanzeiger. Damit wird im ersten Halbjahr 2017 gerechnet.

Frauen sind seltener betroffen

Männer sind wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wesentlich häufiger von einem Bauchaortenaneurysma betroffen als Frauen. Liegt diese Erkrankung bei vier bis acht Prozent der Männer über 65 Jahre vor, sind es bei den Frauen nur 0,5 bis 1,5 Prozent.

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