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Praxisnachrichten

Genehmigung schon mit Ausbildungsbeginn

22.12.2016 - Nichtärztliche Praxisassistenten können in einer Praxis bereits tätig werden, sobald sie mit der Fortbildung begonnen haben. Die zum Jahresende auslaufende Übergangsregelung wurde jetzt bis Ende 2018 verlängert.

Damit können Hausärzte weiterhin bereits dann einen qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten genehmigt bekommen, wenn sich dieser noch in Ausbildung befindet. Die Genehmigung der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung ist erforderlich, um die Strukturförderung (GOP 03060, 03061) zu erhalten sowie Haus- und Pflegeheimbesuche der Praxisassistenten (GOP 03062 bis 03065, GOP 38200 und 38205) abrechnen zu können.

Regelung gilt auch für Fachärzte

Auch für Fachärzte, die einen qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten beschäftigen und die Besuchsleitungen aus dem zum 1. Juli 2016 eingeführten Kapitel 38 (GOP 38200 und 38205) berechnen wollen, gilt die verlängerte Übergangsregelung.

KBV und GKV-Spitzenverband haben die Übergangsregelung bis zum
31. Dezember 2018 verlängert. Damit erhalten Ärzte, die sich erst jetzt für die Anstellung eines qualifizierten nichtärztlichen Praxisassistenten entscheiden, die Möglichkeit, ab Januar ebenfalls von der Regelung profitieren.

Erst in der vergangenen Woche hatten KBV und GKV-Spitzenverband entschieden, dass ab 1. Januar 2017 mehr Hausarztpraxen einen Zugang zur Förderung nichtärztlicher Praxisassistenten erhalten sollen. Außerdem wurde die Vergütung angehoben. Infolgedessen ist zu erwarten, dass künftig noch mehr Hausärzte einen Praxisassistenten beschäftigen wollen.

Die Übergangsregelung im Detail

Die Übergangsregelung in der Delegations-Vereinbarung (Anlage 8 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte) sieht konkret vor, dass Ärzte eine Genehmigung erhalten, sobald sie gegenüber ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen, dass ihr Praxisassistent mit der Fortbildung begonnen hat. In diesem Fall ist die Genehmigung bis zum voraussichtlichen Abschluss der Ausbildung zu befristen – längstens für vier Quartale.

Liegt die Genehmigung vor, dürfen Hausärzte die Gebührenordnungspositionen im Hausarzt-Kapitel 3 (GOP 03060 bis 03065) und im fachgruppenübergreifenden Kapitel 38 (GOP 38200 und 38205) abrechnen, Fachärzte mit einem Praxisassistenten die GOP aus dem Kapitel 38.

Nichtärztliche Praxisassistenten: Aufgaben und Anforderungen

Nichtärztliche Praxisassistenten unterstützen Praxen bei der Betreuung der Patienten. Sie führen Hausbesuche sowie Besuche in Alten- und Pflegeheimen durch. Der Arzt überwacht die Tätigkeit des Assistenten und ist jederzeit für ihn erreichbar. Nach einem Hausbesuch informiert der Assistent den Arzt spätestens am nächsten Werktag über die erhobenen Befunde und durchgeführten Maßnahmen.

Praxismitarbeiter, die diese Aufgabe übernehmen wollen, benötigen eine Fortbildung. Inhalte und Umfang der Ausbildung sind in der Delegations-Vereinbarung (Paragraf 7 Anlage 8 BMV-Ä) geregelt.

Die Bundesärztekammer hat ein entsprechendes Fortbildungscurriculum für Medizinische Fachangestellte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe entwickelt. Praxismitarbeiter, die bereits eine Ausbildung zur VERAH, MoPra und MoNi absolviert haben, müssen zur Erfüllung der Anforderungen der Delegations-Vereinbarung ergänzende Ausbildungsstunden oder -module belegen.

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