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Weniger Bürokratie: Kein Antrag mehr für Blankoformularbedruckung

12.01.2017 - Wenn Praxen die Blankoformularbedruckung nutzen wollen, müssen sie seit 1. Januar keine KV-Genehmigung mehr einholen. Das bedeutet weniger Bürokratiebelastung. Praxen müssen aber weiterhin darauf achten, dass sie eine zertifizierte Software verwenden.

Bisher benötigten Vertragsärzte eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV), um die Blankoformularbedruckung nutzen zu dürfen. Dieser Antrag wurde jetzt abgeschafft. Darauf haben sich die KBV und der GKV-Spitzenverband Ende 2016 geeinigt – und damit auf Hinweise auch von Vertragsärzten reagiert.

Hinweise von Ärzten aufgegriffen

Vertragsärzte hatten darauf hingewiesen, dass sie ohnehin verpflichtet sind, zertifizierte Software zu verwenden. Durch die Zertifizierung wird sichergestellt, dass die Bedruckung entsprechend der Vorgaben für das Erstellen von Formularen funktioniert.

Abbau von Bürokratie

Der Wegfall der Genehmigungspflicht bedeutet weniger Bürokratie für Ärzte und Psychotherapeuten.
Sie sind aber weiterhin verpflichtet, für die Blankoformularbedruckung eine von der KBV zertifizierte Software zu nutzen (s. Infokasten). Auch das für die Blankoformularbedruckung bestimmte Sicherheitspapier muss weiterhin verwendet werden.

Blankoformularbedruckung

Bei der Blankoformularbedruckung können Praxen spezielles Sicherheitspapier mit den Inhalten der Formulare bedrucken. Dadurch müssen sie nicht von jedem Formular einen Vorrat anlegen, sondern nur eine ausreichende Menge an Sicherheitspapier vorhalten.

Seit 1. Januar 2017 müssen Praxen, die das Verfahren nutzen wollen, keine gesonderte Genehmigung ihrer zuständigen KV mehr einholen. Sie müssen aber darauf achten, dass sie eine Software verwenden, die von der KBV für die Blankoformularbedruckung zertifiziert wurde (Zulassungslisten für zertifizierte Software).

Online-Forum „Mehr Zeit für Patienten“

Ärzte und Psychotherapeuten, die konkrete Vorschläge für den Bürokratieabbau in der Praxis haben, können diese der KBV über das Online-Forum „Mehr Zeit für Patienten“ mitteilen. Das Online-Forum sammelt Hinweise, mit denen sich der Verwaltungsaufwand in den Praxen reduzieren lässt und macht sie öffentlich. Das Portal ist über das Sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen erreichbar. Die KBV setzt sich mit den Vorschlägen auseinander und prüft, inwieweit sie umsetzbar sind.

Besucher des Online-Forums geben nach der Anmeldung im Sicheren Netz in das Browser-Fenster die Adresse http://buerokratieabbau.kv-safenet.de ein, oder gehen über das Portal ihrer KV und den dort eingestellten Link zum Online-Forum.

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