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Praxisnachrichten

Umfrage unter angestellten Ärzten im ambulanten Bereich startet

02.03.2017 - Eine bundesweite Umfrage unter angestellten Ärzten im ambulanten Bereich soll deren Situation und Bedürfnisse erkunden. Ab Montag erhalten dazu mehr als 10.000 Ärzte den Fragebogen per Post.

Die Befragung führen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) gemeinsam mit der KBV und der Universität Trier durch. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen sollen strukturelle Veränderungen in der vertragsärztlichen Versorgung abgeleitet werden.

Gassen: Entwicklung Rechnung tragen

„Immer mehr junge Mediziner entscheiden sich für eine Tätigkeit als Arzt in Anstellung in der ambulanten Versorgung“, sagt KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen. Immerhin betrage deren Anteil derzeit bereits über 16 Prozent an der in der vertragsärztlichen Versorgung tätigen Ärzte, betont er und fügt hinzu „Tendenz steigend.“ Vor zehn Jahren seien es noch unter drei Prozent gewesen. Einer solchen Entwicklung müsse Rechnung getragen werden. Gassen appelliert an die Ärzte, an der Befragung teilzunehmen.

Berufsweg und Arbeitsumfeld

Im Mittelpunkt der Befragung steht, wie die in freien Praxen und anderen Einrichtungen angestellten Ärzte sowohl bei ihrer Tätigkeit als auch in ihrer weiteren Entwicklung optimal unterstützt werden können. Erfragt wird unter anderem, wie der Berufsweg vom Studienabschluss zur Tätigkeit im ambulanten Bereich verlaufen ist. Zudem geht es um den Arbeitsort und das Arbeitsumfeld sowie die berufliche Perspektive.

Erste Ergebnisse im Sommer

Da viele Erwartungen und Bewertungen auch von der persönlichen Lebenssituation geprägt sind, sind auch einige demografische Fragen enthalten. Insgesamt sind es 50 Fragen, deren Beantwortung nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch nehmen sollte. Dies ist per Post, per Fax oder online möglich, wobei Letzteres von den Wissenschaftlern präferiert wird, weil es die Auswertung erheblich erleichtert. Erhebungszeitraum ist März 2017, mit Ausnahme von Hamburg (bis April 2017 aufgrund von Ferienzeit). Mit ersten Ergebnissen wird im Sommer dieses Jahres gerechnet.

Angaben werden anonym erfasst

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Angewandte Sozialforschung (agas) der Universität Trier durch die Professoren Rüdiger Jacob und Johannes Kopp konzipiert und wird von dort auch wissenschaftlich begleitet. Die Angaben werden anonym erfasst und von den Wissenschaftlern ohne Personenbezug ausgewertet. Die angeschriebenen Ärzte wurden per Zufallsprinzip ausgewählt.

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