Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Knapp 43 Euro für Psychotherapeutische Sprechstunde - Krankenkassen torpedieren neue Versorgungsangebote

30.03.2017 - Die Psychotherapeutische Sprechstunde und die Akutbehandlung werden schlechter vergütet als andere psychotherapeutische Leistungen. Das hat der Erweiterte Bewertungsausschuss am Mittwoch gegen die Stimmen der KBV beschlossen. Der Vorstand der KBV kündigte bereits an, gegen diese Entscheidung Klage einzulegen.

Nach dem Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses erhalten Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten ab 1. April für die Psychotherapeutische Sprechstunde und für die psychotherapeutische Akutbehandlung bei einer Dauer von mindestens 25 Minuten 42,75 Euro; bei 50 Minuten 85,50 Euro.

Das sind etwa 3,5 Prozent weniger als die Krankenkassen für die Richtlinien-Psychotherapie zahlen. Eine Therapiestunde à 50 Minuten wird aktuell mit 88,56 Euro vergütet.

Die KBV hatte gefordert, dass die Psychotherapeutische Sprechstunde und die psychotherapeutische Akutbehandlung besser honoriert werden als die Richtlinien-Psychotherapie und dies unter anderem mit dem höheren Aufwand begründet. Das Angebot der Krankenkassen lag deutlich darunter, weshalb schließlich der Erweiterte Bewertungsausschuss eingeschaltet werden musste.

KBV-Vorstand kündigt Klage an

Mit großer Enttäuschung reagierte der KBV-Vorstand auf die Entscheidung des unparteiischen Vorsitzenden des Erweiterten Bewertungsausschusses. Der Beschluss topediere den gesetzlichen Auftrag, psychisch kranken Patienten einen zeitnahen niederschwelligen Zugang zur psychotherapeutischen Behandlung anzubieten, kritisierte KBV-Vorstandschef Dr. Andreas Gassen. Die Krankenkassen leisteten damit ihren Versicherten einen Bärendienst.

„Die psychotherapeutischen Sprechstunden einzurichten, stellt einen hohen – nicht nur inhaltlichen, sondern auch administrativen – Mehraufwand dar, der zum Teil sogar mit der Einstellung von Praxispersonal verbunden ist. Das macht man nicht eben nebenbei, wie die Vertreter der Krankenkassen offenbar meinen“, kommentierte Dr. Stephan Hofmeister die Entscheidung.

Aufnahme neuer GOP in den EBM

Mit dem vorliegenden Beschluss werden die neu eingeführte Psychotherapeutische Sprechstunde und die psychotherapeutische Akutbehandlung in den Abschnitt 35.1 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) aufgenommen. Dazu werden zum 1. April zwei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) eingeführt: für die Sprechstunde die GOP 35151 und für die Akutbehandlung die GOP 35152. Beide Leistungen sind bei einer Dauer von mindestens 25 Minuten mit 406 Punkten bewertet (42,75 Euro).

Strukturzuschlag von 7,27 Euro

Auf die Psychotherapeutische Sprechstunde (GOP 35151) und auf die Akutbehandlung (GOP 35152) wird ein Strukturzuschlag zur Deckung von Personalausgaben in Höhe von 7,27 Euro (Bewertung: 69 Punkte) gezahlt. Wie bei der Richtlinien-Psychotherapie wird er allerdings erst ab einer bestimmten Leistungsmenge gewährt und dann von der Kassenärztlichen Vereinigung automatisch zugesetzt.

Die Forderung der KBV, den Zuschlag auch für probatorische Sitzungen einzuführen, wurde abgelehnt. Unverändert bleibt auch die Bewertung der probatorischer Sitzungen. Die KBV hatte gefordert, die Probatorik wie Kurz- und Langzeittherapien zu bewerten.

Systematik zum Strukturzuschlag bleibt

Mit dem Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses bleibt die umstrittene Zuschlagssystematik unverändert. Die KBV hatte gefordert, die 2015 rückwirkend für 2012 eingeführten Strukturzuschläge abzuschaffen und stattdessen die Bewertung psychotherapeutischer Leistungen um einen Strukturbetrag anzuheben. Damit würden allen Psychotherapeuten Kosten erstattet, um Personal für die Organisation der besseren und zügigeren Erreichbarkeit einzustellen. Nach den jetzigen Regelungen bekommen nur gut ausgelastete Praxen einen Strukturzuschlag.

Mehr Honorar für Gruppentherapien ab Juli

Zur Abrechnung von Gruppentherapien wurde vereinbart, dass Therapeuten die Gebührenordnungspositionen für kleine Gruppen mit bis zu fünf Teilnehmern ab April auch für Erwachsene abrechnen können. Die Beschränkung auf Gruppentherapien mit Kindern und Jugendlichen entfällt. Ab 1. Juli soll diese Regelung durch eine neue Vergütungssystematik abgelöst werden, die auch eine höhere Vergütung vorsieht.

Es ist geplant, die Vergütung pro Teilnehmer künftig nach der Gruppenstärke zu bemessen. Für jede Gruppengröße wird es demnach andere Honorare geben; bei fünf Teilnehmern zum Beispiel mehr als bei sechs oder sieben Teilnehmern. Bislang wird im EBM nur zwischen kleinen und großen Gruppen unterschieden.

Weitere Beschlüsse zum 1. Juli

Der Bewertungsausschuss will dazu noch im April einen Beschluss fassen. Dieser wird auch eine Neustrukturierung des Abschnitts 35.2 im EBM beinhalten. Infolgedessen werden die Gebührenordnungspositionen der Einzeltherapien und psychodiagnostischen Testverfahren mit neuen Ziffern besetzt. Der Grund für die Umstellung sind etliche zusätzliche GOP, vor allem für die Gruppentherapien, für die Platz benötigt wird. Um alle Leistungen übersichtlich und systematisch abbilden zu können, wird das Kapitel neu strukturiert.

Übergangsregelung für schon beantragte Leistungen

Nach der neuen Psychotherapie-Richtlinie dürfen Therapien, die vor dem 1. April 2017 beantragt und häufig auch schon begonnen wurden, nach den alten Regelungen durchgeführt werden. Der Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschuss sieht Übergangsregelungen für die Abrechnung dieser Leistungen vor.

Dies betrifft Kurzzeit- und Gruppentherapien sowie probatorische Sitzungen. So können bei Kurzzeittherapien die vor dem 1. April 2017 beantragt wurden, weiterhin 25 Sitzungen abgerechnet werden. Nach der neuen Richtlinie sind nur noch 24 Sitzungen möglich. 

Neuerungen ab 1. April im Überblick

Psychotherapeutische Sprechstunde

Neue Leistung seit 1. April 2017: Psychotherapeutische Sprechstunde zur diagnostischen Abklärung

GOP 35151

Bewertung: 406 Punkte / 42,75 Euro (je vollendete 25 Minuten)

Strukturzuschlag

Die Regelungen des Strukturzuschlags zur Deckung von Aufwendungen für Personalausgaben gelten auch für die Psychotherapeutische Sprechstunde, das heißt:

  • Der Strukturzuschlag wird auf Psychotherapeutische Sprechstunden gezahlt, sobald die Mindestpunktzahl von 162.734 Punkten je Vertragsarzt bzw. -therapeut im Quartal erreicht ist. Der Strukturzuschlag (GOP 35254, Bewertung: 69 Punkte, 7,27 Euro) wird von der Kassenärztlichen Vereinigung zugesetzt.
  • Psychotherapeutische Sprechstunden werden mitgezählt bei der Berechnung der Mindestpunktzahl von 162.734 Punkten, ab der der Strukturzuschlag gezahlt wird.

Weitere Hinweise zur Abrechnung

  • Die Vergütung erfolgt extrabudgetär und damit ohne Mengenbegrenzung zum festen Preis.
  • Dauert das Erstgespräch im Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde 50 Minuten, kann die GOP 35151 zweimal am Behandlungstag abgerechnet werden.
  • Die GOP 35151 ist im Krankheitsfall höchstens 6-mal und bei Versicherten bis zum vollendeten 21. Lebensjahr höchstens 10-mal im Krankheitsfall berechnungsfähig. Sie kann im Krankheitsfall bis zu 4-mal auch mit relevanten Bezugspersonen ohne Anwesenheit des Kindes oder Jugendlichen stattfinden

Psychotherapeutische Akutbehandlung

Neue Leistung seit 1. April 2017: Psychotherapeutische Akutbehandlung

GOP 35152

Bewertung: 406 Punkte / 42,75 Euro (je vollendete 25 Minuten)

Strukturzuschlag

Die Regelungen des Strukturzuschlags zur Deckung von Aufwendungen für Personalausgaben gelten auch für die psychotherapeutische Akutbehandlung, das heißt:

  • Der Strukturzuschlag wird auf psychotherapeutische Akutbehandlungen gezahlt, sobald die Mindestpunktzahl von 162.734 Punkten je Vertragsarzt bzw. -therapeut im Quartal erreicht ist. Der Strukturzuschlag (GOP 35254, Bewertung: 69 Punkte, 7,72 Euro) wird von der Kassenärztlichen Vereinigung zugesetzt.
  • Psychotherapeutische Akutbehandlungen werden mitgezählt bei der Berechnung der Mindestpunktzahl von 162.734 Punkten, ab der der Strukturzuschlag gezahlt wird.

Weitere Hinweise zur Abrechnung

  • Die Vergütung erfolgt extrabudgetär und damit ohne Mengenbegrenzung zum festen Preis.
  • Dauert die Akutbehandlung 50 Minuten, kann die GOP 35152 zweimal am Behandlungstag abgerechnet werden.
  • Die Gebührenordnungsposition 35152 ist höchstens 24-mal im Krankheitsfall berechnungsfähig.

Probatorische Sitzung

Die Abrechnung erfolgt weiterhin über die GOP 35150, auch die Bewertung der Leistung bleibt unverändert. Neu ist, dass die GOP bei Erwachsenen (nach der neuen Psychotherapie-Richtlinie) maximal 4-mal, Versicherten bis zum vollendeten 21. Lebensjahr höchstens 6-mal im Krankheitsfall (= vier Quartale) abgerechnet werden kann.

 

  Bewertung (je vollendete 50 Minuten)
GOP Alt  ab 1. April
35150 621 Punkte
65,39 Euro
621 Punkte
65,39 Euro

Übergangsregelung

Probatorik, die vor dem 1. April 2017 begonnen wurden, können weiterhin nach den Vorgaben der alten Psychotherapie-Richtlinie abgerechnet werden: bis 5-mal für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie, bis zu 8-mal für analytische Psychotherapie.

Um sichtbar zu machen, dass es sich um eine Probatorik nach der alten Psychotherapie-Richtlinie handelt, muss der Therapeut in der Sitzung in der Abrechnung mit einem "L" beziehungsweise bei der Einbeziehung von Bezugspersonen mit "S" kennzeichnen.

Gruppentherapie: Kurz- und Langzeittherapie

Gruppentherapien sind nach der neuen Psychotherapie-Richtlinie in allen Verfahren mit drei bis neun Teilnehmern möglich – bei Erwachsenen sowie bei Kindern- und Jugendlichen. Um diese Leistungen besser abzubilden, wird die Vergütungssystematik zum 1. Juli 2017 umgestellt.

Abrechnung vom 1. April bis 30. Juni 2017

Die Abrechnung von Gruppenleistungen erfolgt übergangsweise mit den alten Gebührenordnungspositionen. Neu ist, dass die GOP für kleine Gruppen nun auch für Erwachsene angesetzt werden dürfen (nicht mehr nur für Kindern und Jugendliche).

Verfahren GOP / Bewertung (je Teilnehmer)
3-4 Teilnehmer
(kleine Gruppe) 
5-9 Teilnehmer
(große Gruppe)
 TP KZT 35205 836 Punkte
88,03 Euro
(je 100 Min.)
35202 418 Punkte
44,02 Euro
(je 100 Min.)
LZT 35208 35203
 AP KZT 35212 836 Punkte
88,03 Euro
(je 100 Min.)
35211 418 Punkte
44,02 Euro
(je 100 Min.)
LZT
VT
KZT 35222 418 Punkte
44,02 Euro
(je 50 Min.)
35224 211 Punkte
22,22 Euro
(je 50 Min.)
LZT 35223 35225

 

Übergangsregelung

Für Gruppentherapien, die vor dem 1. April 2017 beantragt wurden, gilt folgende Übergangsregelung:

  • Handelt es sich um eine Kurzzeittherapie dürfen weiterhin bis zu 25 Sitzungen (die neue Richtlinie sieht nur 2 x 12 Sitzungen vor). Um sichtbar zu machen, dass es sich um eine Therapie nach der alten Psychotherapie-Richtlinie handelt, muss der Therapeut die 25. Sitzung in der Abrechnung mit einem „L“ beziehungsweise bei der Einbeziehung von Bezugspersonen mit "S" kennzeichnen.
  • Gruppentherapien (im Rahmen einer Verhaltenstherapie) können auch mit zwei Teilnehmern durchgeführt werden. Die Leistung wird über die Gebührenordnungspositionen für kleine Gruppen abgerechnet.

Strukturzuschlag

Die Regelungen des Strukturzuschlags werden auf die neuen Leistungen – die Psychotherapeutische Sprechstunde und die psychotherapeutische Akutbehandlung – ausgeweitet. Konkret heißt das:

  • Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten erhalten auf Psychotherapeutische Sprechstunden (GOP 35151) und psychotherapeutische Akutbehandlungen (GOP 35152) einen Strukturzuschlag, sobald sie die Mindestpunktzahl von 162.734 Punkten im Quartal erreicht haben. Der Strukturzuschlag (GOP 35254) wird von der Kassenärztlichen Vereinigung zugesetzt.
  • Psychotherapeutische Sprechstunden und psychotherapeutische Akutbehandlungen werden mitgezählt bei der Berechnung der Mindestpunktzahl von 162.734 Punkten, ab der der Strukturzuschlag gezahlt wird.

 

Strukturzuschlag Psychotherapeutische Sprechstunde und psychotherapeutische Akutbehandlung
  GOP Bewertung
Neu 35254 69 Punkte
7,27 Euro

Erläuterung zum Strukturzuschlag

Den Zuschlag erhalten Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten, wenn sie im Quartal eine bestimmte Mindestpunktzahl von antrags- und genehmigungspflichtigen Leistungen, Psychotherapeutischen Sprechstunden und Akutbehandlungen abgerechnet haben. Damit soll gut ausgelasteten Praxen ermöglicht werden, eine Halbtagskraft zur Praxisorganisation zu beschäftigen.

Der Strukturzuschlag ist berechnungsfähig, sobald im Abrechnungsquartal die abgerechnete Mindestpunktzahl der Gebührenordnungspositionen 35151 und 35152 und 35200 bis 35225 das Volumen von 162.734 Punkten überschreitet. Das heißt: Hat ein Psychotherapeut diese Mindestpunktzahl erreicht, erhält er für jede weitere Therapiestunde, Sprechstunde und/oder Akutbehandlung einen Strukturzuschlag bis zu einer Maximalpunktzahl von 379.712 bei vollem Tätigkeitsumfang (die Hälfte bei hälftigem Tätigkeitsumfang). Für Leistungen vor Erreichen der Mindestpunktzahl wird kein Zuschlag gezahlt.

Mehr Informationen zum Strukturzuschlag finden Sie hier.

Übergangsregelung für vor April 2017 beantragte Leistungen

Für die Abrechnung von Leistungen, die vor dem 1. April 2017 beantragt wurden, gibt es Übergangsregelungen. Denn in der neuen Psychotherapie-Richtlinie steht, dass diese Leistungen noch nach den Vorgaben der alten Psychotherapie-Richtlinie erbracht werden dürfen. So ist es möglich, Gruppentherapien im Rahmen einer Verhaltenstherapie mit zwei Kindern oder Jugendlichen durchzuführen, wenn diese vor dem 1. April beantragt wurden. Nach der neuen Richtlinie sind mindestens drei Teilnehmer erforderlich.

Für die Abrechnung wurden folgende Übergangsregelungen festgelegt:

  • Kurzzeittherapie als Einzel- und Gruppentherapie: Es können bis zu 25 Sitzungen abgerechnet werden, wenn ein solches Therapiekontingent vor dem 1. April 2017 beantragt wurde. Diese Regelung gilt für Einzel- und Gruppentherapien.
    Um sichtbar zu machen, dass es sich um eine Therapie nach der alten Psychotherapie-Richtlinie handelt, muss der Therapeut die 25. Sitzung in der Abrechnung mit einem „L“ beziehungsweise bei der Einbeziehung von Bezugspersonen mit "S" kennzeichnen.
  • Gruppentherapie: Gruppentherapien im Rahmen einer Verhaltenstherapie können auch mit zwei Teilnehmern durchgeführt werden, wenn diese Leistung vor dem 1. April 2017 beantragt worden ist.
  • Probatorische Sitzungen: Sitzungen, die vor 1. April 2017 begonnen wurden, können weiterhin nach den alten Regelungen durchgeführt werden, das heißt: bis zu 5-mal für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und für Verhaltenstherapie, bis zu 8-mal für analytische Psychotherapie.
    Um sichtbar zu machen, dass es sich um eine Probatorik nach der alten Psychotherapie-Richtlinie handelt, muss der Therapeut in der Sitzung in der Abrechnung mit einem "L" beziehungsweise bei der Einbeziehung von Bezugspersonen mit "S" kennzeichnen.

Kennzeichnung besonderer Leistungen

Einbeziehung von Bezugspersonen bei Therapien und Probatoriken

In die Behandlung von Kindern und Jugendlichen können „relevante Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld“ einbezogen werden. Damit sind zum Beispiel neben den Eltern auch Lehrer oder Erzieher gemeint, die unmittelbar und regelmäßig mit der Erkrankung des Patienten konfrontiert sind.

In solchen Fällen werden die Leistung hinter der Abrechnungsposition mit einem „B“ gekennzeichnet. Handelt es sich um eine Therapie oder Probatorik, in die Bezugspersonen einbezogen werden und die bereits vor dem 1. April beantragt beziehungsweise begonnen wurde, so werden die Leistungen mit einem „S“ gekennzeichnet.

Rezidivprophylaxe

Die Leistungen der Rezidivprophylaxe sind hinter der Abrechnungsposition mit einem „R“ zu kennzeichnen. Werden im Rahmen der Rezidivprophylaxe Therapieeinheiten zur Einbeziehung von Bezugspersonen abgerechnet, sind die Leistungen hinter der Abrechnungsposition mit einem „U“ zu kennzeichnen.

Therapien, die vor dem 1. April 2017 beantragt wurden

Wurde vor dem 1. April 2017 eine Kurzzeittherapie beantragt, so können aus dem Therapiekontingent auch danach bis zu 25 Sitzungen abgerechnet werden. In diesen Fällen ist die 25. Sitzung hinter der Abrechnungsposition mit einem „L“ zu kennzeichnen.

Probatoriken, die vor dem 1. April 2017 begonnen wurden

Probatoriken, die vor dem 1. April 2017 begonnen wurden, können in Summe bis zu 5-mal für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie und bis zu 8-mal für analytische Psychotherapie durchgeführt und abgerechnet werden. In allen diesen Fällen sind die Leistungen hinter der Abrechnungsposition mit einem „L“ zu kennzeichnen.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten