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KBV klagt gegen Vergütung der Psychotherapeutischen Sprechstunde

06.04.2017 - Über die Vergütung der Psychotherapeutischen Sprechstunde und der Akutbehandlung muss jetzt das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg entscheiden. Die KBV hat am Dienstag gegen den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschuss Klage eingereicht.

Hintergrund ist, dass nach der Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses (EBA) die zum 1. April neu eingeführten Leistungen schlechter vergütet werden als Einzel- und Gruppentherapien.

Nach Ansicht der KBV wird damit der gesetzliche Auftrag, psychisch kranken Patienten einen zeitnahen niederschwelligen Zugang zur psychotherapeutischen Behandlung anzubieten, torpediert. Die Einrichtung psychotherapeutischer Sprechstunden stelle einen hohen inhaltlichen sowie administrativen Mehraufwand dar, der auch adäquat vergütet werden müsse.

Die KBV hatte für die Psychotherapeutische Sprechstunde und die Akutbehandlung eine höhere Honorierung als für die Richtlinien-Psychotherapie gefordert und dies unter anderem mit dem höheren Aufwand begründet. Das Angebot der Krankenkassen lag deutlich darunter, weshalb schließlich der EBA eingeschaltet werden musste.

Entscheidung verhindert zeitnahen Zugang für Patienten

Nach dem Beschluss des EBA erhalten Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten seit 1. April für die Psychotherapeutische Sprechstunde und für die psychotherapeutische Akutbehandlung bei einer Dauer von mindestens 25 Minuten 42,75 Euro; bei 50 Minuten 85,50 Euro.

Das sind etwa 3,5 Prozent weniger als die Krankenkassen für die Richtlinien-Psychotherapie zahlen. Niedriger ist auch der Strukturzuschlag zur Deckung von Personalausgaben, den Therapeuten ab einer bestimmten Leistungsmenge zu jeder abgerechneten Sprechstunde und/oder Akutbehandlung erhalten.

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