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Praxisnachrichten

Neue Kassenleistung: PET/CT bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren

08.06.2017 - Bei Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren können niedergelassene Ärzte ab sofort ein PET/CT durchführen. Ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist am Mittwoch in Kraft getreten.

Niedergelassene Nuklearmediziner und Radiologen, die bestimmte Anforderungen erfüllen, dürfen das moderne Diagnoseverfahren zum Aufspüren von befallenen Halslymphknoten jetzt anwenden – bislang war dies nur im Krankenhaus möglich.

Die Abrechnung erfolgt über die vorhandenen Gebührenordnungspositionen im Abschnitt 34.7 des EBM.

PET/CT jetzt bei drei Krankheitsbildern möglich

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte im März beschlossen, die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in Verbindung mit einer Computertomographie (PET/CT) bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen. Der Beschluss wurde vom Bundesgesundheitsministerium nicht beanstandet und ist am 7. Juni in Kraft getreten.

Gesetzlich Krankenversicherte mit Lungenkarzinom oder Hodgkin-Lymphom haben bereits seit 2007 unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf eine Untersuchung mittels PET beziehungsweise PET/CT.

PET/CT bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren

Ein PET/CT kann immer dann erfolgen, wenn entschieden werden soll, ob Halslymphknoten entfernt werden müssen (neck dissection). Möglich ist die Untersuchung außerdem bei Patienten, bei denen ein Primärtumor noch nicht gefunden werden konnte, aber aufgrund einer Metastase im Kopf-Hals-Bereich ebenfalls eine Entscheidung zur Entfernung der Halslymphknoten ansteht (CUP-Syndrom).

Das Diagnoseverfahren kann darüber hinaus in der Nachsorge von Patienten mit einem Kehlkopf-Karzinom eingesetzt werden, wenn der Verdacht auf ein Rezidiv besteht. In diesen Fällen ist es möglich, die Entscheidung zur Durchführung einer laryngoskopischen Biopsie vom Ergebnis einer PET/CT abhängig zu machen.

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