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DMP Diabetes: Dokumentation vor Software-Update am 1. Juli abschließen

15.06.2017 - Zum 1. Juli wird die Dokumentationssoftware für die Disease-Management-Programme Diabetes mellitus Typ 2 und Typ 1 geändert. Den Ärzten wird empfohlen, die Dokumentationen für das zweite Quartal 2017 vor dem Software-Update abzuschließen.

Anlass für das Software-Update ist die Aktualisierung des Disease-Management-Programms (DMP) Diabetes mellitus Typ 2, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) 2016 beschlossen hatte. Sie wird jetzt in den Praxen umgesetzt. Die Änderungen in der Dokumentation betreffen beide DMP, da es eine gemeinsame Dokumentation gibt.

Ab dem 1. Juli müssen Praxen die Konsultationen von Patienten, die ab dem dritten Quartal 2017 erfolgen, mit der aktualisierten Software dokumentieren. Für Patienten aus dem vorherigen Quartal muss die derzeit aktuelle beziehungsweise alte Software verwendet werden. Die KBV empfiehlt daher den Ärzten, alle Dokumentationen für das zweite Quartal 2017 bis Ende Juni abzuschließen und zu versenden.

So können gegebenenfalls auftretende Probleme bei der parallelen Nutzung von zwei Software-Versionen zur Dokumentation vermieden werden. Bei Unklarheiten empfiehlt die KBV den dokumentierenden Ärzten, Kontakt mit dem Hersteller ihres Praxisverwaltungssystems beziehungsweise ihrem Service-Partner aufzunehmen.

Änderungen in der Dokumentation

Aufgrund der Aktualisierung des DMP Diabetes mellitus Typ 2 wurde in der Dokumentationssoftware die Abfrage des Fußstatus konkreter gefasst und als neuer Parameter das individuell festgelegte Intervall für die Untersuchung der Füße in die Dokumentation aufgenommen. Abhängig vom Fußstatus werden unterschiedliche Untersuchungsintervalle empfohlen:

Bei Diabetikern mit sensibler Neuropathie sollen die Füße mindestens halbjährig untersucht werden. Liegen weitere Risiken vor, wird eine Untersuchung alle drei Monate oder häufiger empfohlen. Bei allen anderen Diabetes-Patienten soll die Fußuntersuchung mindestens jährlich durchgeführt werden.

Zusätzlich wird in der neuen Dokumentationssoftware erfragt, ob die Patienten schon vor der Teilnahme an dem DMP an einer Schulung teilgenommen haben. Dies dient der besseren Erfassung des Qualitätsziels „hoher Anteil geschulter Patientinnen und Patienten“.

Die Dokumentation für Diabetes mellitus Typ 2 und 1 ist in Anlage 8 zur DMP-Anforderungen-Richtlinie des G-BA geregelt.

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