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Praxisnachrichten

Praxisinformation erläutert Details zur Telematikinfrastruktur

06.07.2017 - Die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen hat Anfang Juli ihren Betrieb aufgenommen. In den kommenden Monaten sollen alle Praxen an Deutschlands größtes elektronisches Gesundheitsnetz angeschlossen werden. Was Ärzte und Psychotherapeuten dazu wissen sollten, hat die KBV in einer Praxisinformation zusammengestellt.

Überblick zur technischen Ausstattung

Die Publikation gibt einen Überblick zum aktuellen Stand, zur notwendigen technischen Ausstattung der Praxis und deren Finanzierung. Zudem erfahren Vertragsärzte und -psychotherapeuten, an wen sie sich zur Beratung oder bei Problemen wenden können. Eine Checkliste informiert, wie Niedergelassene ihre Praxis auf die Umstellung vorbereiten können und welche Punkte sie beim Abschluss eines Vertrages beachten sollten.

Darüber hinaus enthält die Publikation Informationen zum Versichertenstammdatenmanagement (VSDM), der ersten Online-Anwendung auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Beim VSDM werden in der Praxis die Versichertendaten auf der Chipkarte überprüft und bei Bedarf automatisch aktualisiert.

Alle Komponenten auf einen Blick

Ergänzend zur Praxisinformation stellt die KBV zwei Infoblätter bereit, die auf einen Blick alles Wesentliche zu den notwendigen Komponenten sowie zur Finanzierung der Praxisausstattung zusammenfassen. Weitere Informationen zur Telematikinfrastruktur finden Interessierte hier.

Die Telematikinfrastruktur geht zurück auf eine gesetzliche Vorgabe und soll perspektivisch alle Praxen, Medizinischen Versorgungszentren, Krankenhäuser, Apotheken und weitere Akteure elektronisch vernetzen. Medizinische Informationen, die für die Behandlung der Patienten benötigt werden, sollen so schneller, einfacher und sicher verfügbar sein.

Gesetzgeber kündigt Fristverlängerung an

Die erste Anwendung, der Online-Abgleich der Versichertendaten auf der eGK, ist nach den bisherigen Plänen des Gesetzgebers ab 1. Juli 2018 Pflicht für alle Niedergelassenen. Ohne VSDM droht Praxen ein Honorarabzug in Höhe von ein Prozent.

Die KBV hat wiederholt darauf hingewiesen, dass der Zeitraum von knapp einem Jahr extrem eng ist, um die Praxen aller Ärzte, Psychotherapeuten und Zahnärzte mit der neuen Technik auszustatten, zumal erwartet wird, dass diese erst im Herbst zur Verfügung stehen wird. Dieser Forderung will der Gesetzgeber jetzt offenbar nachkommen und die Frist um ein halbes Jahr auf den 31. Dezember 2018 verschieben. Eine entsprechende Gesetzesänderungen wurde bereits auf den Weg gebracht.

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