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Die Honorarverhandlungen sind beendet. Das Ergebnis erläutert Dr. Andreas Gassen.

Gassen: Kassen-Überschüsse in Versorgung der Patienten investieren

20.07.2017 - Die Überschüsse der gesetzlichen Krankenversicherungen müssen aus Sicht der KBV in die Versorgung der Patienten investiert werden. Angesichts „sprudelnder Kassenbeiträge und hoher Rückstellungen ist dies an der Zeit“, fordert KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen mit Blick auf die Ende August beginnenden Honorarverhandlungen.

In einem Videointerview weist Gassen auf die „unverändert unbefriedigende Situation der hohen Budgetierung“ sowie die nicht ausreichende Vergütung einer ganzen Reihe von Leistungen hin. Dies werde ein Thema in den Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen sein, kündigt er an.

Investieren statt Sparen

Vor dem Hintergrund „aktueller Negativzinsen“ sollten die Kassen statt der üblichen Sparrunden lieber in die Zukunft investieren. So sei die bessere Zusammenarbeit zwischen ambulantem und stationärem Bereich „einfach ein Gebot der Stunde“, betont Gassen. Dies sei medizinisch, vom Patientenwunsch und auch von der Versorgungssituation begründbar.

Gassen spricht sich dafür aus, die strikte Trennung beider Sektoren sukzessive zu lockern. Dabei werde es noch „eine weitere Fokussierung auf den ambulanten Bereich“ geben, aber es würden „auch intermediäre Strukturen“ entstehen, erläutert der KBV-Chef. Im „gemeinsamen Dialog mit Krankenkassen und Krankenhäusern“ könne so die Versorgung der Versicherten noch mehr verbessert werden.

Bei den Honorarverhandlungen von KBV und GKV-Spitzenverband für die rund 165.000 Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten geht es darum, wieviel Geld die gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr für die ambulante Versorgung bereitstellen. Faktoren für die Anpassung der Vergütung sind unter anderem die Kosten der Praxen sowie die Entwicklung der Morbidität.

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