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KBV und Marburger Bund wollen Notfallversorgung verbessern

27.07.2017 - In der Notfallversorgung wollen KBV und Marburger Bund künftig kooperieren. Es gelte, für eine integrierte Notfallversorgung gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, betonten Vertreter beider Organisationen kürzlich auf einem Spitzentreffen in Berlin.

In die Reform der Notfallversorgung müssten alle Beteiligten einbezogen werden, forderte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen. Dazu zählten die Niedergelassenen ebenso wie Krankenhäuser, Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) sowie Rettungsdienste und Rettungsleitstellen.

Die Ärzte in den Notaufnahmen der Krankenhäuser müssten entlastet werden, betonte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes (MB), Rudolf Henke. „Viele Patienten in den Rettungsstellen könnten genauso gut im Notdienst der KVen oder unmittelbar von niedergelassenen Ärzten versorgt werden. Mehr Kooperation ist das Gebot der Stunde.“

Beide Seiten appellierten an die Politik, bestehende Hürden, die einer integrativen Notfallversorgung im Wege stehen, zügig abzubauen.

Gemeinsame Anlaufstelle für Notfallpatienten

Die Gesprächspartner machten Ansatzpunkte für Strukturverbesserungen aus. Dabei ging es vor allem um die Einrichtung einer gemeinsamen und einheitlichen Anlaufstelle, in der eine erste Einschätzung zum Krankheitszustand des Patienten erfolgen soll. Sowohl der Rettungs- als auch der vertragsärztliche Bereitschaftsdienst sollen einbezogen werden – und damit beide Rufnummern, die Notfallnummer 112 genauso wie die bundesweite Bereitschaftsdienstnummer 116117.

Bei der Ersteinschätzung sollen die Kriterien für die Dringlichkeit der Behandlung für alle Beteiligten gleich sein. Es ist geplant, die Reform der integrierten Notfallversorgung durch Modellprojekte zu begleiten. Dabei geht es auch darum, Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Einmal erhobene Befunde und Daten sollten jeweils für die Weiterbehandlung zur Verfügung stehen. Sowohl die KBV als auch der Marburger Bund plädieren für eine extrabudgetäre Vergütung.

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