Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

DMP Brustkrebs neu ausgerichtet - Nachsorge im Fokus

24.08.2017 - Das Disease-Management-Programm für Patientinnen mit Brustkrebs wurde vollständig überarbeitet. Die KBV konnte durchsetzen, dass der Fokus künftig verstärkt auf der Nachsorge liegt. Das aktualisierte Programm mit neuen Dokumentationsvorgaben wird zum 1. Oktober 2018 in den Praxen umgesetzt.

Der Schwerpunkt des Disease-Management-Programms (DMP) Brustkrebs liegt seit seiner Einführung auf der Primärtherapie, die jedoch durch den nachsorgenden Gynäkologen wenig beeinflussbar ist. Ob eine Operation, Chemotherapie, Radiotherapie, endokrine Therapie oder Antikörpertherapie erfolgt, entscheiden die zertifizierten Brustzentren.

Adhärenz verbessern

Mit der Aktualisierung werden nun die längerfristigen Neben- und Folgewirkungen der Erkrankung und Therapie stärker berücksichtigt. Die Empfehlungen im neuen DMP zielen insbesondere auf die Unterstützung bei der Adhärenz empfohlener langandauernder Therapien, die Vermeidung von Folgeerkrankungen und die Berücksichtigung psychosozialer Aspekte.

Die Adhärenz zur endokrinen Therapie, die inzwischen bis zu zehn Jahre lang empfohlenen wird, soll verbessert werden. Dazu werden die Nebenwirkungen regelmäßig erfasst und entsprechend behandelt.

Folglich wurden auch die Qualitätsindikatoren des Programms aktualisiert. Zahlreiche Dokumentationsfelder konnten gestrichen werden, die zum einen die Primärtherapie betrafen und zum anderen schon andernorts erhoben werden, zum Beispiel durch die Krebsregister oder die zertifizierten Brustkrebszentren.

Teilnahmedauer auf zehn Jahre angehoben

Eine weitere wesentliche Änderung betrifft die Teilnahmedauer im DMP Brustkrebs. Aufgrund von geänderten Leitlinienempfehlungen und unter Berücksichtigung des späten Wiederauftretens der Erkrankung können die Patientinnen statt bisher fünf nun bis zu zehn Jahre im Programm eingeschrieben sein.

Die Aktualisierung des DMP Brustkrebs tritt am 1. Oktober in Kraft. Innerhalb eines Jahres müssen die DMP-Verträge angepasst werden, sodass das aktualisierte DMP mit neuen Dokumentationsvorgaben zum 1. Oktober 2018 in den Praxen umgesetzt wird.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten