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Praxisnachrichten

Thulium-Laserresektion bei Prostatasyndrom wird Kassenleistung

07.09.2017 - Patienten, die an einem benignen Prostatasyndrom leiden, können künftig auch im vertragsärztlichen Bereich mittels Thulium-Laserresektion zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung behandelt werden. Bisher war dies nur im stationären Bereich möglich.

Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses, die Behandlungsmethode in die vertragsärztliche Versorgung aufzunehmen, ist am 30. August in Kraft getreten. Jetzt muss der Bewertungsausschuss noch die Vergütung festlegen, er hat dazu sechs Monate Zeit. Erst dann haben Patienten Anspruch auf die neue Kassenleistung in der Praxis.

Voraussetzungen für Fachärzte

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seinem Beschluss zudem Eckpunkte zur Qualitätssicherung festgelegt, die denen zum Holmium-Laserverfahren entsprechen.

Die Thulium-Laserresektion dürfen Fachärzte für Urologie durchführen, die über nachgewiesene Erfahrungen mit der Methode und eine entsprechende Genehmigung der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung verfügen.

Für die Anwendung müssen eine intensivmedizinische Notfallversorgung und eine Nachbeobachtung gewährleistet sein, zum Beispiel im Rahmen einer belegärztlich-stationären Durchführung.

Behandlungsverfahren bei vergrößerter Prostata

Die Prostataresektion mittels Thulium-Laser ist eine nichtmedikamentöse lokale Behandlungsmethode. Dabei wird der vaporisierende Effekt des Lasers genutzt, um Gewebe aus der vergrößerten Prostata herauszuschneiden und anschließend durch die Harnröhre zu entfernen.

Das benigne Prostatasyndrom ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die abhängig vom Schweregrad zu unterschiedlich ausgeprägten Beschwerden und Einschränkungen der Lebensqualität führen kann.

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