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Strahlendiagnostik und -therapie: Genehmigungsverfahren vereinfacht

07.09.2017 - Ärzte erhalten ab dem 1. Oktober unkomplizierter eine Genehmigung für radiologische und computertomografische Untersuchungen. Dazu wurde die Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie angepasst. Für bestehende Genehmigungen ändert sich nichts.

Ziel ist es, das Genehmigungsverfahren im Bereich der apparativen Anforderungen deutlich zu vereinfachen. Dafür wird in der Qualitätssicherungsvereinbarung künftig auf redundante Regelungen und spezielle Vorgaben für den vertragsärztlichen Bereich verzichtet. Grundlage für eine Genehmigung sind vielmehr die bestehenden gesetzlichen Vorgaben. Damit reduziert sich der Aufwand für die Ärzte deutlich, ohne dass die hohe Qualität in diesem Bereich sinkt.

Gesetzliche Vorgaben müssen eingehalten werden

Der Gesetzgeber macht für die apparativen Anforderungen im Bereich der Strahlendiagnostik und -therapie detaillierte Vorgaben – zum Beispiel in der Röntgenverordnung mit den zugehörigen Richtlinien. Diese werden regelmäßig aktualisiert. Übergeordnete Rechtsgrundlage ist das Atomgesetz.

Im Gegensatz zur Qualitätssicherungsvereinbarung, die die KBV mit dem GKV-Spitzenverband abschließt, gelten die gesetzlichen Vorgaben nicht nur für die vertragsärztliche Versorgung. Sie sind für alle radiologischen Anwendungen relevant, so beispielsweise auch im Krankenhaus.

Die Qualitätssicherungsvereinbarung wurde jetzt in einem ersten Schritt für die Bereiche der (allgemeinen) Röntgendiagnostik einschließlich Computertomografie und Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) angepasst. In einem zweiten Schritt sollen die apparativen Anforderungen für die Strahlentherapie und Nuklearmedizin überarbeitet werden.

Nachweise für die Genehmigung ab Oktober

Ärzte, die ab dem 1. Oktober eine Genehmigung zur Durchführung radiologischer und computertomografischer Untersuchungen beantragen, legen ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) die behördliche Genehmigung beziehungsweise die Anzeigebestätigung nach Röntgenverordnung vor. Darüber hinaus kann die KV weitere Unterlagen, zum Beispiel den Bericht der Sachverständigenprüfung nach Röntgenverordnung, anfordern.

Anwendungsklassen bleiben – Gewährleistungserklärungen entfallen

Auch zukünftig erteilt die KV die Genehmigung nach Anwendungsklassen. Diese sind jedoch nicht mehr in der Qualitätssicherungsvereinbarung definiert, sondern entsprechen den röntgenrechtlichen Vorgaben. Die Zuordnung zu den vom Arzt beantragten Anwendungsklassen nimmt die KV anhand der eingereichten Unterlagen vor.

Eine weitere Erleichterung für den Arzt ist, dass er ab Oktober auch keine Gewährleistungserklärungen der Hersteller oder Vertreiber des entsprechenden Gerätes mehr einreichen muss.

Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -Therapie

Zur Durchführung von Untersuchungen in der diagnostischen Radiologie, Nuklearmedizin und von Strahlentherapie hat die KBV mit dem GKV-Spitzenverband eine Qualitätssicherungsvereinbarung abgeschlossen – als Anlage zum Bundesmantelvertrag-Ärzte. Diese Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und -therapie umfasst die Bereiche:

  • allgemeine Röntgendiagnostik
  • Computertomografie
  • Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)
  • Strahlentherapie
  • Nuklearmedizin

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