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Gesetzliche Unfallversicherung: Honorarsteigerung um 18 Prozent

07.09.2017 - Für die Abrechnung der Gebühren nach der UV-GOÄ im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung hat die KBV eine Honorarsteigerung von 18 Prozent ausgehandelt. Diese deutliche Anpassung kommt allen Ärzten zugute, die für die Unfallversicherung tätig sind. Die Anhebung erstreckt sich über vier Jahre.

Zunächst werden die Gebührensätze ab 1. Oktober um acht Prozent erhöht. Danach folgen drei Stufen mit einer Erhöhung von je drei Prozent, jeweils zum 1. Oktober 2018, 2019 und 2020. Dies erfolgt basiswirksam, sodass sich eine Steigerung von insgesamt 18 Prozent ergibt. Einen entsprechenden Beschluss hat die Gebührenkommission kürzlich gefasst.

Außerdem werden zum 1. Oktober für Anästhesieleistungen neue Leistungslegenden eingeführt. Auch damit sind deutlich höhere Gebühren verbunden.

KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Es ist gelungen, eine kontinuierliche Steigerung der Vergütung auszuhandeln“, sagte er. Dies garantiere den Ärzten eine größere Planungssicherheit. Mit Blick auf die derzeit laufenden Honorarverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband sagte Gassen, “wir erwarten, dass auch die gesetzlichen Krankenkassen den steigenden Leistungsbedarf in der ambulanten Versorgung anerkennen und die nötigen Finanzmittel bereitstellen.

Einige Gebühren von Erhöhung ausgenommen

Einige Gebühren sind von der linearen Erhöhung ausgenommen – insbesondere jene, die in den vergangenen Jahren bereits deutlich erhöht wurden. Dabei handelt es sich unter anderem um Gutachtergebühren, Schreibgebühren, Gebühren für die Hautkrebsbehandlung, Zuschläge für das ambulante Operieren und für ambulante OP-Leistungen.

Nachberechnungen vermeiden

Die neuen Gebühren sind auch im Praxisverwaltungssystem hinterlegt. Für den Fall, dass eine Praxis zum 1. Oktober noch nicht über die entsprechend angepasste Praxissoftware verfügt, sollten erbrachte Leistungen erst dann abgerechnet werden, wenn diese nach den neuen Gebühren dargestellt werden können. Nachberechnungen sollten aus Sicht der KBV möglichst vermieden werden.

Die neue UV-GOÄ mit den aktualisierten Gebühren ist bereits auf der Internetseite der KBV zu finden.

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