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Praxisnachrichten

Jeder zehnte Arzt arbeitet in einem MVZ

14.09.2017 - In den bundesweit knapp 2.500 Medizinischen Versorgungszentren arbeiten über 16.000 Ärzte – das ist jeder zehnte Mediziner in der ambulanten Versorgung. Das zeigt die jetzt von der KBV veröffentlichte MVZ-Statistik für das Jahr 2016.

Die seit dem Jahr 2004 geführte Statistik basiert auf Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen. Danach erhöhte sich die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) im vergangenen Jahr auf 2.490, das sind 334 mehr als 2015.

Mit Stand 31. Dezember 2016 arbeiteten in den Einrichtungen 16.009 Ärzte, davon 91 Prozent als Angestellte. Neun Prozent waren als Vertragsärzte tätig. Im Durchschnitt zählte ein MVZ 6,4 Ärzte.
Zu den Fachärzten, die am häufigsten in einem MVZ vertreten sind, zählen Hausärzte, fachärztliche Internisten und Chirurgen.

Der überwiegende Teil der MVZ-Gründer sind Vertragsärzte (43 Prozent) und Krankenhäuser (39 Prozent). Gegründet wird hauptsächlich in städtischen Gebieten.

In Bayern, Nordrhein, Niedersachsen und Hessen wurden bislang die meisten MVZ zugelassen – bevorzugte Rechtsformen sind die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Medizinische Versorgungszentren

Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sollen eine patientenorientierte Versorgung aus einer Hand ermöglichen. Es gelten folgende Grundsätze:

  • MVZ müssen ärztlich geleitet werden. Der ärztliche Leiter muss in dem MVZ selbst als angestellter Arzt oder Vertragsarzt tätig sein. Sind in einem MVZ unterschiedliche ärztliche Berufsgruppen gemeinsam tätig (beispielsweise Ärzte und Psychotherapeuten), kann das MVZ auch in kooperativer Leitung geführt werden.
  • In einem MVZ können Vertragsärzte und/oder angestellte Ärzte tätig werden.

Die Kooperationsform MVZ wurde mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz im Jahr 2004 in die Versorgungslandschaft eingeführt. Die gesetzliche Grundlage für MVZ ist der Paragraf 95 des Fünften Sozialgesetzbuches.

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