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Welt-Alzheimertag - Hausarzt ist erster Ansprechpartner

21.09.2017 - Zum heutigen Welt-Alzheimertag hat KBV-Vizechef Dr. Stephan Hofmeister auf die nach wie vor wichtige Rolle des Hausarztes hingewiesen. Nur er könne abklären, ob beispielsweise erste Gedächtnislücken und Orientierungsprobleme auf eine Demenzerkrankung hinweisen oder zum Alterungsprozess gehören.

„Bei der Frage nach einer Alzheimer-Erkrankung ist der Hausarzt der erste und verlässlichste Ansprechpartner für Patienten“, betonte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister zum Welt-Alzheimertag an diesem Donnerstag.

Denn ob Vergesslichkeit, Wortfindungs- oder Orientierungsschwierigkeiten auf eine solche Erkrankung hinweisen, müssten eine ausführliche Anamnese und klinische Untersuchung zeigen. Schließlich könnten manche Symptome auch auf andere psychische Erkrankungen wie eine Depression hindeuten.

„Zudem weiß der Hausarzt am besten, wann beispielsweise bei älteren Patienten eine spezialisierte Diagnostik ratsam ist“, ergänzte Hofmeister.

Unterstützung bei Gesprächen

„Einem Patienten zu sagen, dass bei ihm Alzheimer oder eine andere Form von Demenz diagnostiziert wurde, ist keine leichte Aufgabe“, sagte Hofmeister. Um Ärzte bei der Behandlung und Kommunikation mit Demenzpatienten zu unterstützen, stelle die KBV deshalb einige Serviceangebote bereit.

Dazu gehört die Broschüre „PraxisWissen Demenz“, die kostenfrei bei der KBV bestellt werden kann. Das Serviceheft informiert auf 24 Seiten über die Diagnosestellung sowie Möglichkeiten und Grenzen der Therapie. Einen Schwerpunkt bildet die Kommunikation mit Patienten und Angehörigen.

Kommunikationshilfe für Ärzte

Darüber hinaus hat die KBV eine Kommunikationshilfe für Ärzte erstellt. Die „Bausteine für die Arzt-Patienten-Kommunikation“ speziell bei der Diagnose Demenz umfassen zwei Seiten. Auf ihnen ist dargestellt, worauf Ärzte vor und während des Gesprächs achten können.

Sie sollten beispielsweise für eine ruhige Atmosphäre sorgen und eine verständliche Sprache wählen. Auch kann es hilfreich sein, visuelle Hilfsmittel zu nutzen und Informationsmaterial bereit zu halten. Die Kommunikationshilfe berücksichtigt auch Gespräche mit den Angehörigen der Betroffenen.

Aktionen zum Welt-Alzheimertag

In Deutschland ist der Welt-Alzheimertag eingebettet in die „Woche der Demenz“ (18.-22. September). Das Motto lautet: „Demenz. Die Vielfalt im Blick“. Dazu werden bundesweit Veranstaltungen durchgeführt, zum Beispiel Musik- und Tanznachmittage, Sportfeste, Erlebnisausflüge, Tage der offenen Tür oder Begegnungsangebote wie gemeinsames Kochen von Senioren mit Schülern.

Eine Übersicht stellt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz im Internet bereit. Sie bietet auch Informationen für Menschen mit Demenz, Ratgeber für Angehörige und Profis sowie Leitfäden für Beratung und Gruppenarbeit an.

Allianz für Menschen mit Demenz

Die KBV ist Gestaltungspartner der „Allianz für Menschen mit Demenz“, die Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen erarbeitet hat. Maßnahmen der KBV waren unter anderem das Konzept eines Präventionsprogramms für pflegende Angehörige und die Broschüre „PraxisWissen Demenz“.

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