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KBV will Bereitschaftsdienstnummer 116117 ausbauen

12.10.2017 - Die bundesweite Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116117 soll in Zukunft rund um die Uhr erreichbar sein. Ziel ist es, Patienten, die kurzfristig ärztliche Hilfe benötigen, in die richtige Versorgungsebene zu leiten. Das kündigte der Vorstand der KBV am Mittwoch zum Tag des ärztlichen Bereitschaftsdienstes an.

„Wir wissen, dass diese kurzfristigen Behandlungen häufig keine Notfälle sind“, sagte der stellvertretende KBV-Chef Dr. Stephan Hofmeister vor Journalisten. 20 bis 30 Prozent der Patienten könnte oftmals bereits am Telefon geholfen werden, sodass eine sofortige ärztliche Konsultation nicht erforderlich sei.

Steuerung über eine Triage

Wer heute die 116117 wählt, wird in der Regel direkt mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst in seiner Nähe verbunden. Künftig sollen die Anrufer über eine Triage in die Versorgungsebene geleitet werden, wo sie mit ihren Beschwerden am besten aufgehoben sind. Dies kann eine Haus- oder Facharztpraxis, eine Bereitschaftsdienstpraxis oder in lebensbedrohlichen Fällen die Rettungsstelle sein. Auch die Vermittlung von Hausbesuchen ist möglich.

Notfall-App geplant

Die KBV will damit eine zentrale Anlaufstelle für Patienten schaffen, ergänzt um Informationsangebote im Internet und eine Notfall-App. Über das Angebot hinter der 116117 würden die Kassenärztlichen Vereinigungen vor Ort entscheiden, betonte Hofmeister und wies darauf hin, dass keine Parallelstrukturen zum vorhandenen ambulanten Versorgungsangebot aufgebaut würden.

Mit dem Ausbau des Serviceangebotes sollen auch die Notfallambulanzen der Krankenhäuser entlastet werden. Viele Menschen gingen aus Komfortgründen oder Unkenntnis selbst tagsüber in die Klinik, um eine Bagatellkrankheit behandeln zu lassen, wies KBV-Chef Dr. Andreas Gassen hin. Sie könnten künftig die 116117 wählen, wenn sie nicht wüssten, an wen sie sich wenden können.

Tag des ärztlichen Bereitschaftsdienstes

Rund um den Tag des ärztlichen Bereitschaftsdienstes am 11. Oktober finden bundesweit Aktionen statt. Damit wollen KBV und Kassenärztliche Vereinigungen deutlich machen, was die niedergelassenen Ärzte im Bereitschaftsdienst leisten. Darüber hinaus soll der Tag genutzt werden, um die Bereitschaftsdienstnummer 116117 in der breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen. Alle Praxen haben dazu ein Poster für das Wartezimmer erhalten, weitere Informationsmaterialien können bestellt werden.

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