Logo-KBV

KBV Hauptnavigationen:

Sie befinden sich:

 

Praxisnachrichten

Akutes Nierenversagen durch Kontrastmittel

26.10.2017 - Die Gefahr des akuten Nierenversagens durch Kontrastmittelgabe steht im Fokus der aktuellen Ausgabe „Arzneiverordnung in der Praxis“. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Mehrfachimpfungen im Kindesalter und mit dem umstrittenen Einsatz von Methadon in der Tumortherapie.

Die vierteljährlich herausgegebene Publikation der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft informiert pharmaunabhängig über Arzneimittel und deren Verordnung. Ausführlich diskutiert wird in dieser Ausgabe die Gefährdung, ein akutes Nierenversagen durch Kontrastmittelgabe zu erleiden. Die bisherigen vorbeugenden Maßnahmen zur Prophylaxe scheinen den Autoren zufolge nicht mehr ausreichend evidenzbasiert.

Aktuell gelte es, in den nächsten Jahren diese Form des akuten Nierenversagens neu und präzise zu formulieren, wird betont. Ob sich dabei weitere spezifische Präventionsmaßnahmen erarbeiten lassen, bliebe abzuwarten.

Methadon in der Tumortherapie

Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit dem kontrovers diskutierten Einsatz von Methadon in der Tumortherapie. Der Artikel gibt eine Übersicht über die in Deutschland verfügbaren Arzneimittel mit Methadon und Levomethadon und ihre zugelassenen Indikationen. Zudem werden die Stellungnahmen der relevanten medizinischen Fachgesellschaften zum Einsatz von Methadon zusammengefasst. Der Einsatz von Methadon in der Tumortherapie wird aufgrund einer unzureichenden Datenbasis abgelehnt.

Beiträge kostenfrei online lesen

Das von der Industrie unabhängige und wissenschaftlich abgesicherte Informationsblatt gibt es seit 1974. Es enthält unter anderen kritische Übersichten über den therapeutischen Stellenwert von Arzneimitteln sowie Beiträge zur Arzneimittelsicherheit wie Fallberichte über unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus dem Spontanmeldesystem. Die Publikation richtet sich vor allem an Hausärzte sowie Ärzte anderer Fachrichtungen, Apotheker, Medizin- und Pharmaziestudenten, die die Entwicklungen in der Arzneimitteltherapie verfolgen wollen. Seit 2015 erscheinen die Beiträge ausschließlich online.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) ist ein wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer. Als Anfang des 20. Jahrhunderts die pharmazeutische Industrie entstand und begann, für ihre Produkte zu werben, wurde 1911 auf dem Kongress für Innere Medizin der Grundstein für die AkdÄ gelegt. Die Aufgabe der seinerzeit berufenen Kommission ist es, die Ärzteschaft durch Mediziner unabhängig und objektiv zu informieren.

Mehr zum Thema

zu den PraxisNachrichten