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Patienteninformation zum Thema "Methadon in der Krebsbehandlung"

26.10.2017 - Mit dem umstrittenen Einsatz von Methadon in der Krebstherapie beschäftigt sich eine neue Patienteninformation der KBV. Darin wird erläutert, warum Experten derzeit davon abraten, das Mittel in der Tumortherapie einzusetzen.

Die zweiseitige Publikation gibt einen Überblick, was bislang über die Wirkung von Methadon und mögliche Risiken bekannt ist. Danach gibt es derzeit keine ausreichenden Belege für einen Nutzen in der Krebsbehandlung. Gesichert ist dagegen, dass Methadon Schäden verursachen kann. Dazu gehören gefährliche Herz-Rhythmus-Störungen und Wassereinlagerungen. Zudem kann der Atemantrieb gedämpft werden.

Die Patienteninformation beantwortet auch die Frage, wie gut Studien sein müssen, um sicher eine Wirkung nachweisen zu können. Bislang gibt es jedoch keine hochwertigen Untersuchungen für Methadon bei der Therapie von Krebs. Experten raten Betroffenen, Berichte stets kritisch zu prüfen. Wer Wirksamkeit mit Erlebnisberichten belegt, ist aus ihrer Sicht nicht vertrauenswürdig.

Bereits über 70 Patienteninformationen

Erstellt werden die Patienteninformationen vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag der KBV und der Bundesärztekammer. Die Grundlage dafür bilden Leitlinien oder systematische Literaturrecherchen. Die Inhalte werden gemeinsam mit Patientenvertretern und medizinischen Experten abgestimmt.

Insgesamt hat das ÄZQ bereits über 70 Kurzinformationen verfasst – darunter auch zahlreiche zu seltenen Erkrankungen wie Mukoviszidose. Einige Infoblätter gibt es in mehreren Sprachen.

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