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Neue Förderrunde des Innovationsfonds: Jetzt Anträge möglich

26.10.2017 - Für eine weitere Förderwelle des Innovationsfonds können noch bis Anfang 2018 Projektanträge gestellt werden. Gefragt sind zukunftsweisende Konzepte in den Bereichen neue Versorgungsformen und Versorgungsforschung.

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat dazu am 19. Oktober vier Förderbekanntmachungen auf seinen Internetseiten veröffentlicht – diesmal themenspezifisch.

Anträge in der Kategorie Versorgungsforschung können bis zum 20. Februar 2018 um 12 Uhr gestellt werden. Hierzu zählen neben dem themenspezifischen Bereich auch Projekte zur Evaluation von Selektivverträgen sowie zur Evaluation des Hautkrebs-Screenings nach der Krebsfrüherkennungsrichtlinie des G-BA.

Die Frist für Anträge im Bereich neue Versorgungsformen läuft am 20. März 2018 um 12 Uhr aus.

Förderung beantragen können beispielsweise Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenhäuser, Fach- und Berufsverbände oder auch Praxisnetze. Angesiedelt ist der Innovationsfonds beim G-BA, ein Innovationsausschuss entscheidet dort - unterstützt von einem wissenschaftlichen Expertenbeirat - über die Vergabe der Fördermittel.

Für jede Förderwelle gibt der Ausschuss neue Förderbekanntmachungen heraus. Die jeweils aktuellen Bekanntmachungen im Detail, Antragsformulare sowie Ausschreibungs- und Bewerbungsfristen sind auf den Internetseiten des Innovationsausschusses veröffentlicht.

Entscheidung zur ersten Förderwelle 2017

Der Innovationsausschuss hat ebenfalls am 19. Oktober entschieden, welche Projekte der ersten Welle 2017 aus dem Bereich neue Versorgungsformen gefördert werden. Die Antragsteller werden jetzt informiert. Nach einer Rückmeldefrist werden die Förderbescheide verschickt und die Projekte veröffentlicht (Übersicht bisher geförderter Projekte).

Nach Angaben des Innovationsausschusses waren über 60 Projektanträge mit einem beantragten Fördervolumen von insgesamt rund 249 Millionen Euro zur Begutachtung eingegangen, von denen nun 26 gefördert werden sollen.

KBV unterstützt beim Antrag

Die KBV setzt sich für eine breite Nutzung des Innovationsfonds ein und bietet an, interessante Projekte aktiv zu begleiten. Fach- und Berufsverbände, Praxisnetze sowie interessierte Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten können sich bei Fragen zum Innovationsfonds oder zur Antragsstellung an die KBV wenden (Informationen und Kontakt).

Der Innovationsfonds: jährlich 300 Millionen Euro

Mit dem im Sommer 2015 verabschiedeten Versorgungsstärkungsgesetz wurde die Einrichtung eines Innovationsfonds beschlossen. Dafür stehen in den Jahren 2016 bis 2019 jährlich 300 Millionen Euro bereit – 225 Millionen Euro für neue Versorgungsformen und 75 Millionen Euro für die Versorgungsforschung.
Ziel ist es, über die Förderung innovativer Projekte die medizinische Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung dauerhaft weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Gesetzliche Förderkriterien sind zum Beispiel die Verbesserung der Versorgungsqualität und -effizienz, Behebung von Versorgungsdefiziten und die Optimierung der Zusammenarbeit. Der Innovationsfonds ist beim Gemeinsamen Bundesausschuss angesiedelt. Ein Innovationsausschuss entscheidet dort über die Vergabe der Fördermittel.

Zu den zehn stimmberechtigten Mitgliedern gehört neben Vertretern der Krankenkassen, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, des Bundesgesundheits- sowie Bundesforschungsministeriums auch der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen. Bei den Beratungen müssen auch die Voten eines Expertenbeirats aus Wissenschaft und Versorgungspraxis berücksichtigt werden.

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