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Praxisnachrichten

Qualitätssicherung: Vereinbarung zu PET und PET/CT angepasst

02.11.2017 - Die Positronen-Emissions-Tomographie in Verbindung mit einer Computertomographie bei Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren wurde jetzt in die entsprechende Qualitätssicherungsvereinbarung aufgenommen. Die Leistung können niedergelassene Ärzte seit Juni durchführen.

Die angepasste Qualitätssicherungsvereinbarung zur Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in Verbindung mit einer Computertomographie (PET/CT) tritt rückwirkend zum 1. Oktober in Kraft.

Darin aufgenommen wurden zum einen Untersuchungen zur Entscheidung über eine sogenannte neck dissection bei Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren oder mit unbekannten Primärtumorsyndromen des Kopf-Hals-Bereichs. Zum anderen Untersuchungen zur Entscheidung über eine laryngoskopische Biopsie beim Larynxkarzinom, wenn nach Abschluss einer kurativ intendierten Therapie der begründete Verdacht auf eine persistierende Erkrankung oder ein Rezidiv besteht.

Interdisziplinäres Team

Das interdisziplinäre Team, in dem die Indikationsstellung sowie die Befund- und Nachbesprechungen stattfinden, wird bei den beiden neuen Indikationen um einen Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder einen Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie ergänzt.

Übergangsregelung

Für Ärzte, die bereits eine Genehmigung für PET- beziehungsweise PET/CT-Leistungen haben, wurde eine Übergangsregelung vereinbart. Sie erhalten eine Genehmigung auch für die beiden neuen Indikationen, wenn sie diese innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten der geänderten Qualitätssicherungsvereinbarung, also bis Ende März 2018, bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung beantragen. Dafür müssen sie nachweisen, dass sie die Anforderungen an das interdisziplinäre Team auch für diese Indikationen erfüllen.

PET/CT jetzt bei drei Krankheitsbildern möglich

Neben Patienten mit fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren haben seit 2007 bereits gesetzlich Krankenversicherte mit Lungenkarzinom oder Hodgkin-Lymphom unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf eine Untersuchung mittels PET beziehungsweise PET/CT. Die Abrechnung erfolgt über die vorhandenen Gebührenordnungspositionen im Abschnitt 34.7 des EBM.

PET/CT bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren

Ein PET/CT kann immer dann erfolgen, wenn entschieden werden soll, ob Halslymphknoten entfernt werden müssen (neck dissection). Möglich ist die Untersuchung außerdem bei Patienten, bei denen ein Primärtumor noch nicht gefunden werden konnte, aber aufgrund einer Metastase im Kopf-Hals-Bereich ebenfalls eine Entscheidung zur Entfernung der Halslymphknoten ansteht (CUP-Syndrom).

Das Diagnoseverfahren kann darüber hinaus in der Nachsorge von Patienten mit einem Kehlkopf-Karzinom eingesetzt werden, wenn der Verdacht auf ein Rezidiv besteht. In diesen Fällen ist es möglich, die Entscheidung zur Durchführung einer laryngoskopischen Biopsie vom Ergebnis einer PET/CT abhängig zu machen.

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