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Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve wird Kassenleistung

23.11.2017 - Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit kann künftig auch ambulant im Rahmen einer Koronarangiographie die myokardiale fraktionelle Flussreserve gemessen werden. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen.

Die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve (FFR) erlaubt dem Arzt eine Aussage über die Relevanz einer Stenose und kann damit wesentlich zur Entscheidung für oder gegen eine revaskularisierende Therapie im betroffenen Gefäß beitragen, begründet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seinen Beschluss.

Sie darf zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt werden, wenn die Indikation für eine Koronarintervention aufgrund des Befundes der Koronarangiographie nicht eindeutig ist. Im Rahmen derselben Herzkatheteruntersuchung kann sie dann sowohl als klassische FFR-Messung mit medikamentöser Vasodilatation erfolgen als auch ohne („instantaneous wave-free ratio“, iFR).

Die Messung darf nur von Kardiologen durchgeführt werden, die über eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung für Leistungen der invasiven Kardiologie verfügen.

Leistung kommt erst 2018

Die KBV hatte im G-BA den Antrag gestellt, den Nutzen der Methode zu überprüfen und sie gegebenenfalls in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen.

Das Bundesministerium für Gesundheit prüft derzeit den Beschluss. Wird er nicht beanstandet, tritt er einen Tag nach seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Danach hat der Bewertungsausschuss bis zu sechs Monate Zeit, die Vergütung dieser neuen Leistung festzulegen. Erst dann kann sie vom Patienten als abrechnungsfähige vertragsärztliche Leistung in Anspruch genommen werden.

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