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Praxisnachrichten

Neues Qualitätszirkel-Modul zur Palliativversorgung

30.11.2017 - Für die vertragsärztlichen Qualitätszirkel ist jetzt ein neues Modul zum Thema ambulante Palliativversorgung veröffentlicht worden. Die KBV hat das Modul gemeinsam mit niedergelassenen Palliativmedizinern entwickelt. Es steht ab sofort zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Das Themen-Modul vermittelt Hintergrundwissen zu den Aufgaben und Strukturen der Palliativversorgung. Es enthält zudem eine umfangreiche Fallbeispiel-Sammlung für die Diskussion im Qualitätszirkel sowie zahlreiche unterstützende Materialien wie Checklisten zum Erstkontakt beziehungsweise für den ersten Hausbesuch oder Krisenpläne bei akuter Atemnot oder Blutung.

Das Angebot richtet sich an alle Ärzte, die Patienten am Ende ihres Lebens betreuen – insbesondere an Hausärzte –, aber auch an andere Professionen, die an der Versorgung dieser Patienten beteiligt sind. Sie können im Qualitätszirkel ihre palliativmedizinische Kompetenz weiterentwickeln und eigene Fälle besprechen.

Dabei helfen zahlreiche Situationsbeschreibungen, zum Beispiel zu Patienten in häuslicher Umgebung, im Pflegeheim oder im Hospiz. Spezielle onkologische, neurologische, pneumologische oder kardiologische Fallskizzen sowie Szenarien zu jungen und alten oder alleinstehenden Patienten sind ebenfalls enthalten. Begleitmaterial zu Rechten von Kindern oder Hinweise zum Umgang mit Trauer und Verlust ergänzen das Modul.

38 Themen-Module stehen zur Verfügung

Die KBV fördert die Arbeit von Qualitätszirkeln unter anderem durch diese didaktisch aufbereiteten Themen-Module. Damit erhalten Zirkelmoderatoren eine Empfehlung für die Vorbereitung und den Ablauf einer Zirkelsitzung.

Derzeit stehen bereits 38 solcher Module zur Verfügung, die alle im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen und auch auf der KBV-Website zum Download zu finden sind. Weitere Module sind geplant, unter anderem zur Arzt-Patienten-Kommunikation.

Qualitätszirkel

Qualitätszirkel sind eine etablierte Form des kollegialen Lernens und gelten in der vertragsärztlichen Versorgung seit 20 Jahren als eine anerkannte, auf ärztlicher Eigeninitiative beruhende Methode der Qualitätssicherung.

Rund 60.000 ambulant tätige Ärzte und Psychotherapeuten nutzen die Zirkel jedes Jahr, um sich im Austausch mit Kollegen fortzubilden und die beruflichen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Derzeit gibt es rund 8.300 Zirkel bundesweit. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Themen werden in der Regel durch die Zirkelteilnehmer selbst ausgewählt.

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