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Praxisnachrichten

Melden von Nebenwirkungen: Arzneimittelkommission befragt Ärzte

30.11.2017 - Das Melden von Arzneimittelnebenwirkungen soll einfacher werden. Wie das aussehen könnte, möchte die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft mit einer Umfrage herausfinden. Ab heute ist für zwei Wochen ein Online-Fragebogen geschaltet.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) möchte etwa wissen, welche Gründe gegen eine Meldung sprechen, wie viel Zeit Ärzte als angemessen ansehen und welchen Meldeweg sie bevorzugen würden. Die Umfrage dauert etwa fünf Minuten und besteht aus zwölf Fragen. Die Teilnahme ist freiwillig und anonym.

Die Kommission betont in ihrem Aufruf zur Teilnahme an der Umfrage die große Bedeutung, die den Berichten von Arzneimittelnebenwirkungen zukommt. Sie seien wichtig, um frühzeitig Informationen über mögliche Risiken eines Arzneimittels unter Alltagsbedingungen zu erhalten und Maßnahmen zu Verbesserung der Sicherheit einzuleiten.

Ärzte können sich bei Fragen direkt an die Arzneimittelkommission wenden (E-Mail: survey@akdae.de, Telefon: 030 4004-56500).

Melden von unerwünschten Arzneimittelwirkungen

Grundsätzlich müssen unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) gemeldet werden, wenn ein Verdacht auf einen Zusammenhang mit dem eingenommenen Arzneimittel besteht. Dies gilt vor allem für schwerwiegende Reaktionen und solche, die bislang nicht in den Fach- und Gebrauchsinformationen aufgeführt sind. Dabei ist die Schwelle einer Meldung bewusst niedrig gehalten, sodass die Vermutung eines Zusammenhangs ausreicht. Auch medikationsfehlerbedingte Nebenwirkungen können gemeldet werden.

UAW-Meldungen sind beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, beim Paul-Ehrlich-Institut und bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) möglich. Meldeformulare für UAW und für Medikationsfehler sind auf der Website der AkdÄ hinterlegt. Ärzte können Daten in ein Online-Formular eingeben, das dann über ein sicheres Verfahren verschlüsselt übertragen wird. Alternativ kann der ausgefüllte Berichtsbogen per E-Mail, Fax oder Post an die AkdÄ gesendet werden.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) ist ein wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer. Als Anfang des 20. Jahrhunderts die pharmazeutische Industrie entstand und begann, für ihre Produkte zu werben, wurde 1911 auf dem Kongress für Innere Medizin der Grundstein für die AkdÄ gelegt. Die Aufgabe der seinerzeit berufenen Kommission ist es, die Ärzteschaft durch Mediziner unabhängig und objektiv zu informieren.

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