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Blaue-Hand-Schulungsmaterialien zur sicheren Arzneimitteltherapie

18.01.2018 - Einen schnellen Zugang zu den offiziellen Schulungsmaterialien zur sicheren Anwendung von Arzneimitteln finden Ärzte jetzt auf der Webseite der KBV. Die mit einer blauen Hand gekennzeichneten Unterlagen ergänzen die Packungsbeilagen und Fachinformationen.

Über einen Link gelangt der Nutzer auf die Internetseiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), wo die behördlich angeordneten und genehmigten Schulungsmaterialien veröffentlicht sind. Sie enthalten Informationen, die über die Ausführungen der Packungsbeilagen und Fachinformationen hinausgehen. Dies können beispielsweise ein Leitfaden oder eine Checkliste für Ärzte beziehungsweise eine Informationsbroschüre oder ein Patientenpass zur Verlaufskontrolle sein.

Blaue Hand als Kennzeichnung

Die Schulungsmaterialien sind für viele Arzneimittel verpflichtend und werden von den pharmazeutischen Unternehmern auf Anordnung der Zulassungsbehörden erstellt. Wie Fachinformationen und Packungsbeilagen sind sie Bestandteil der Zulassung des betroffenen Arzneimittels und enthalten Empfehlungen, wie sich Risiken für die Patienten möglichst vermeiden lassen.

Seit Dezember 2016 sind die Informationsmaterialien mit dem Logo einer blauen Hand und der Aufschrift „behördlich genehmigtes Schulungsmaterial“ gekennzeichnet. Dadurch sollen sie von Werbebroschüren eindeutig zu unterscheiden sein und einen hohen Wiedererkennungswert erhalten.

Anlass für die Kennzeichnung waren Hinweise der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, über deren Webseite Nutzer ebenfalls zu den Materialien gelangen. Den Hinweisen zufolge wird das Schulungsmaterial leicht mit Werbung verwechselt und entsorgt. In einem konkreten Fall wurde für ein Arzneimittel eine neue Wirkstärke eingeführt und dazu Schulungsmaterial an medizinisches Fachpersonal verschickt, was dieses jedoch nicht als solches erkannte und entsorgte. In der Folge kam es zu Nebenwirkungen durch eine Überdosierung im Zusammenhang mit der neuen Wirkstärke.

Ärzte sollten die Informationen kennen

Im Rahmen der frühen Nutzenbewertung verweist auch der Gemeinsame Bundesausschuss bei einzelnen Arzneimitteln auf behördlich angeordnetes Schulungsmaterial. Verordnende Ärzte müssen diese Informationen im Sinne einer qualitätsgesicherten Anwendung kennen und berücksichtigen. Die Übersicht der Schulungsmaterialien auf den Internetseiten des BfArM und des PEI hilft ihnen dabei. Die Listen werden in regelmäßigen Abständen ergänzt und fortgeschrieben.

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