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Praxisnachrichten

Zi aktualisiert Service-Angebot zum Kodieren

25.01.2018 - Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung hat seine Kodierhilfen an die Version 2018 der ICD-10-GM angepasst. Die fachspezifisch zusammengestellten Diagnoselisten vereinfachen die Suche nach den jeweils relevanten Kodes in der Praxis.

Neben einem Hausarzt-Thesaurus bietet das Zi Versionen für die Fachgruppen Chirurgie, Dermatologie, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohrenkunde, Innere Medizin, Neurologie, Ophthalmologie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Pädiatrie, Psychiatrie, Psychologische Psychotherapie, Psychosomatik/ärztliche Psychotherapie sowie Urologie an.

Auswahl an relevanten Kodes

Eine Zi-Diagnoseübersicht umfasst je nach Fachgebiet zwischen 135 und 737 unterschiedliche Kodes der ICD-10-GM, denen jeweils verständliche Krankheitsbezeichnungen zugeordnet sind. Aufgelistet sind dabei nur die Kodes, die für das jeweilige Fachgebiet relevant sind. So schlägt der Hausarzt-Thesaurus unter dem Stichwort „Wirbelsäule“ neun Möglichkeiten vor - statt der 461 Kodes der ICD-10, die es insgesamt gibt.

Als erster Thesaurus mit neuem Konzept wurde Anfang 2018 der Hausarzt-Thesaurus 2.0 veröffentlicht. Mit einem neuen Layout bietet er eine noch höhere Praxisnähe: Häufig vorkommende Kodes sind gegliedert nach Anatomie (z.B. Atmungssystem, Bewegungssystem und Psyche) sowie nach Beschwerdeanlässen und typischen Patientengruppen.

Übersicht für die Kitteltasche

Interessierte Ärzte und Psychotherapeuten können sich die passende Version kostenlos als PDF-Dokument auf der Internetseite des Zi herunterladen – für die Kitteltasche oder als Schreibtischauflage. Einige Kassenärztliche Vereinigungen stellen auch gedruckte Versionen bereit.

Zi-Kodierhilfe auch als App

2017 wurde die Zi-Kodierhilfe im Web neu aufgesetzt und um eine App für Android und iOS ergänzt. Unter www.kodierhilfe.de ist nun nicht nur die aktuelle Fassung der ICD-10-GM für 2018, sondern auch noch die Vorgängerversion umgesetzt. Eine Suche ist nach unterschiedlichen Kriterien wie Freitext, Kode und Navigationsbaum möglich. Die Zi-Kodierhilfe enthält eine Wissensbasis mit Kriterien und Hinweisen, die in Arbeitsgruppen mit Unterstützung zahlreicher Ärzte konsentiert wurden. Auch die Thesauren des Zi sind dort integriert.

Der gesamte Datenbestand steht zur Einbindung in das Praxisverwaltungssystem (PVS) zur Verfügung. Ärzte können sich dazu bei ihrem PVS-Hersteller informieren.

Kodieren mit ICD-10-GM

Alle Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten sind seit dem Jahr 2000 gesetzlich verpflichtet, jede Behandlungsdiagnose so genau wie möglich zu kodieren, zum Beispiel auf Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungsunterlagen. Die Kodierung erfolgt nach der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, ICD-10-GM.

Die exakte Verschlüsselung der Behandlungsdiagnosen ist wichtig, um die Morbidität in Deutschland möglichst genau bestimmen zu können. Sie ist ein entscheidendes Kriterium dafür, wie viel Geld die gesetzlichen Krankenkassen für die ambulante medizinische Versorgung zur Verfügung stellen müssen.

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