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Bildqualität in der Mammographie: Broschüre für Ärzte

25.01.2018 - Um Vertragsärzte und ihre radiologischen Fachkräfte beim Erstellen von Mammographien zu unterstützen, bietet die KBV eine Broschüre an. Das Serviceheft „Bildqualität in der Mammographie“ enthält auf 32 Seiten Abbildungen und Erläuterungen zu den Röntgenaufnahmen, um Bildmängel zu vermeiden. Es kann kostenfrei bestellt werden.

Die Broschüre richtet sich an die bundesweit rund 2.500 Vertragsärzte, die eine Genehmigung zur Durchführung von Mammographien haben. Das Heft enthält zahlreiche Beispiel-Abbildungen, auch mängelbehafteter Mammographie-Aufnahmen. Es basiert auf einer früheren Publikation („Mammographien regelgerecht erstellen“), die nun überarbeitet und aktualisiert wurde.

Ärzte erfahren, welche Mängel in den Überprüfungen der Bildqualität von Mammographie-Aufnahmen festgestellt wurden. Zudem erhalten sie jeweils Empfehlungen und Hinweise, wie sich solche Mängel vermeiden lassen, etwa durch eine bessere Positionierung der Brust bei der Röntgen-Aufnahme.

Praxen unterstützen

„Mit der Broschüre wollen wir Vertragsärzte und Praxismitarbeiter dabei unterstützen, die hohe Qualität von Mammographien auf diesem hohen Niveau zu halten und Mängel beim Erstellen von Mammographie-Aufnahmen zu vermeiden“, sagte KBV-Vorstand Dr. Thomas Kriedel.

Auswertungen der KBV von kurativen Mammographien hätten ergeben, dass die weit überwiegende Zahl der Aufnahmen regelgerecht erstellt wird. Zugleich habe sich gezeigt, dass unter den Beanstandungen eine fehlende oder unklare Darstellung der inframammären Falte bei MLO-Aufnahmen mit Abstand am häufigsten vorkam. Probleme bei der Präzision der Darstellung tauchten seltener und unabhängig von der Projektionsebene auf.

Das Serviceheft soll Maßnahmen zur Fehlervermeidung – zum Beispiel Fortbildungen und Schulungen – sinnvoll ergänzen, so Kriedel.

Aktualisierte Ausgabe

Grundlage der Broschüre ist eine frühere Publikation der KBV, die 2011 unter dem Titel „Mammographien regelgerecht erstellen“ erschien. Für die aktualisierte Ausgabe wurden die Erläuterungen sowie die Empfehlungen zur Mängelbeseitigung überarbeitet und an den neuesten Stand der Qualitätsanforderungen angepasst.

Bestellhinweis

Gedruckte Exemplare der Broschüre „Bildqualität in der Mammographie“ können Vertragsärzte und Praxisteams kostenfrei bei der KBV bestellen. Dazu senden sie bitte eine E-Mail mit der Praxisadresse an: versand@kbv.de. Die Webversion steht online hier als Download bereit.

Qualitätssicherung in der Mammographie

Bei der Mammographie ist die Überprüfung der ärztlichen Dokumentation Teil der Qualitätssicherung. Die Kassenärztlichen Vereinigungen fordern dazu von den rund 2.500 Ärzten, die eine Genehmigung zur Durchführung von kurativen Mammographien besitzen, regelmäßig Aufnahmen und schriftliche Dokumentationen von jeweils zehn Patientinnen auf Grundlage der Abrechnungsunterlagen an. Hierbei werden unter anderem die Qualität der mammographischen Untersuchung und die Präzision der Darstellung überprüft.

Hohe Qualität

Die KBV hat auf Grundlage der Qualitätsprüfungen für die Jahre 2013 und 2014 bundesweite statistische Analysen durchgeführt, in die knapp 63.000 Mammographie-Aufnahmen aus über 16.000 Untersuchungen eingingen. Dabei konnte die hohe Qualität in der kurativen Mammographie bestätigt werden: 88 Prozent der Mammographie-Aufnahmen waren regelgerecht, sie entsprachen also den bundesmantelvertraglichen Qualitätsvorgaben.

Mängel vor allem in der Darstellung

Bei fast zwölf Prozent der Aufnahmen wurden geringe, bei unter einem Prozent schwerwiegende Mängel festgestellt. Sie wurden überwiegend bei Medio-lateral-oblique-Aufnahmen beschrieben (MLO-Aufnahmen), viel seltener bei Cranio-caudal-Aufnahmen (CC-Aufnahmen). Beanstandet wurden hauptsächlich Mängel in der Darstellung der inframammären Falte und inadäquate oder unvollständige Darstellungen von Pektoralismuskel, Mamille und Brust.

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